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    Lauda-Königshofen

    Glückwunsch! Anna und Erwin Dotzauer feiern goldene Hochzeit

    In Lauda feierten  Erwin und Anna Dotzauer am Donnerstag goldene Hochzeit. Foto: Herbert Bickel

    Aufgewachsen in Tschechien oder Ungarn, kennengelernt in Frankfurt am Main, geheiratet  in Lauda: Dort feierten am Donnerstag Erwin Dotzauer und Anna goldene Hochzeit. Nach der standesamtlichen Trauung am 6. Juni 1969 und dem Ja-Wort am nächsten Tag vor dem Altar in der Laudaer Marienkirche begann für die beiden eine inzwischen 50-jährige Ehe.

    Erwin Dotzauer, der am 9. Dezember 1931 in Wintersgruen in Tschechien das Licht der Welt erblickte, besuchte dort die Volksschule und danach für zwei Jahre die Bürgerschule in Chodau. „Nach dem Abschluss 1946 bot sich mir als Deutscher keine Chance, einen Beruf zu erlernen“, erwähnte der anfängliche Hilfsarbeiter.

    1965 siedelte Erwin Dotzauer mit seiner Mutter in die Bundesrepublik über, und zwar ins hessische Rodgau. In diesem Umfeld fand der heute 87-Jährige eine Anstellung als Fahrer und Hausmeister in einer Lederwarenfabrik, eine Beschäftigung, die er bis zur Rente 1991 ausübte, wonach der Umzug nach Lauda erfolgte.

    Seien Frau Anna hatte Dotzauer in Frankfurt/Main kennengelernt. Anna Dotzauer, unter ihrem Mädchennamen Haag geboren am 25. Januar 1936 in Dunakömlöd, dem früheren Kimling, in Ungarn, besuchte dort die deutsch-ungarische Volksschule, ehe man sie aus ihrer Heimat mit ihrer Mutter und den drei Geschwistern im Mai 1946 zwangsweise aussiedelte.

    Der Vater, noch bis 1953 in russischer Gefangenschaft, kehrte daraufhin endgültig zur Familie damals in Feuchtwangen zurück, bevor der weitere Weg direkt nach Lauda führte. Dort absolvierte die jetzt 83-Jährige die Haushaltsschule, verdingte sich zunächst bei Landwirten und sorgte dann als viel gelobte Köchin im Hotel „Deutscher Kaiser“ in Crailsheim für die Verpflegung der Gäste. Auch heute kocht Anna Dotzauer gerne.

    Das Jubelpaar genießt mittlerweile das Zusammensein im  Taubertal. Am heutigen Donnerstag feierte man im Kreis der Verwandten, Bekannten und Freunde.

    Bearbeitet von Herbert Bickel

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