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    Großrinderfeld

    Großes Fest: 10 Jahre Freiherr-von-Zobel-Grundschule

    Klettern in der Pause: Das ist ab sofort in der Grundschule in Großrinderfeld möglich. Foto: Matthias Ernst

    Zum zehnjährigen Fest der Namensgebung der Freiherr-von-Zobel-Grundschule sollte eigentlich der Namensgeber, Heinrich Freiherr Zobel von Giebelstadt zu Darstadt, kommen und einen Festvortrag halten. Doch ein Trauerfall in der nächsten Umgebung des Freiherrn verhinderte dies. So musste Schulleiterin Sabine Klingert die Begrüßung der Gäste im Schulhof übernehmen und die vielen Kinder und ihre Eltern folgten ihren Worten mit viel Aufmerksamkeit. Doch die Augen waren schon in Richtung neue Kletteranlage gerichtet, die gerade noch rechtzeitig zum Schulfest aufgestellt worden war.

    Insgesamt 13 600 Euro hatte die Gemeinde investiert und ein echtes Schmuckstück geschaffen. Hier können die Kinder in der Pause toben und sich erproben. Ob es wirklich zu einem Kletterwettbewerb zwischen Bürgermeisterin Anette Schmidt und Freiherr von Zobel gekommen wäre, lässt sich im Nachhinein nicht mehr aufklären. Jedenfalls freute sich die Bürgermeisterin als sie die vielen glücklichen Kinderaugen sah.

    Sie erinnerte daran, dass der Heimat- und Kulturverein im Jahr 2009 den Vorschlag zur Namensgebung der Schule eingebracht hatte und der Gemeinderat dies befürwortete. Der Bezug zur Heimatgeschichte sei bei dem Namen von Zobel vorhanden, regierte das Adelsgeschlecht doch schon seit dem Jahr 1384 in Großrinderfeld mit wechselnden Partnern. Nun sei das schon wieder zehn Jahre her. Die Schule war damals schon richtungsweisend gebaut worden, um moderne Unterrichtsgestaltung zu gewährleisten. Die Gemeinde hat immer wieder in den Erhalt des Gebäudes investiert und auch der Außenbereich wurde aufgewertet.

    Einen Scheck über 7000 Euro übergaben die Kinder der Freiherr-von-Zobel-Schule an Bürgermeisterin Anette Schmidt für die Anschaffung einer Kletteranlage auf dem Schulgelände. Foto: Matthias Ernst

    Erst im Februar war eine Schulabordnung zu einer Kindergemeinderatssitzung im Rathaus gewesen und hatte ihre Vorstellung von einer Gemeinde der Zukunft beraten. Dabei, so Bürgermeisterin Schmidt, waren viele "kreative Vorschläge" eingegangen, die nach und nach auch vom Erwachsenenparlament umgesetzt werden. Die Spielgeräte im Pausenhof stehen allerdings schon länger auf der Agenda und mit den Stelzen im letzten Jahr wurde schon ein Anfang gemacht. Nun also, die große Kletteranlage, die nur angeschafft werden konnte, weil alle zusammenlegten.

    Frisbee mit Baumscheiben, Klettern und Infos über Bienen

    Neben der Gemeinde beteiligte sich auch der Elternbeirat und der Kinderföderverein an der Finanzierung. Maßgeblich war auch ein Sponsorenlauf. Alleine dabei waren schon 4100 Euro zusammen gekommen. Die Kinder überreichten einen Scheck mit der Gesamtsumme von 7000 Euro an die Bürgermeisterin, sodass für die Gemeinde nur noch 600 Euro übrig bleibt. So viel Engagement musste belohnt werden und deshalb gaben die Bürgermeisterin zusammen mit der Schulleiterin die Kletteranlage frei. Sofort stürmten die Kinder los und wollten ausprobieren, wie man auf den verschiedenen Angeboten in die Höhe kommt.

    Danach vergnügten sich alle bei den verschiedenen Angeboten im Schulhaus, im Pausenhof oder auf der Schulwiese. Hier hatte der Heimat- und Kulturverein eine Dokumentation über die Zusammenarbeit der Schule mit dem Verein und zu den Hintergründen Namensgebung vorbereitet. Wem es mehr nach Aktion stand, der konnte mit Baumscheiben Frisbee spielen oder auf dem Fühlpfad unterschiedliche Bodenbeläge mit den Füßen ablaufen. Und wer wissen wollte, woher eigentlich Honig kommt und welche Bedeutung Bienen haben, der informierte sich am Stand des Obst- und Gartenbauvereins Gerchsheim.

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