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    Grünsfeld

    Kläranlage und Kühlschrank

    Die Kinder wagten einen Blick in den Auslaufschacht der Kläranlage. Foto: Armin Härtig

    Seit 1984 beteiligt sich der Naturschutzverein Grünsfeld ununterbrochen am Ferienprogramm der Stadt Grünsfeld. In diesem Jahr war Wittighausen laut Pressemitteilung das Ziel der Radtour. Alois Reinhart, der Vorsitzende des Vereins, begrüßte 18 Kinder und sechs erwachsene Begleitpersonen.

    Die am Radweg liegende Kläranlage war das erste Ziel der Tour. Dort erklärte Stefan Kraß von der Gemeinde Wittighausen die Funktion der Kläranlage, die auch das Abwasser einiger bayrischer Orte aufnimmt. Ziemlich übel riechend kommt das Abwasser an einem Rechen an, der grobes Material abscheidet. Dann schließen sich Sandfang und Fettabscheider an, bevor es in den größten Teil der Anlage, dem Belebungsbecken, einige Stunden unter Belüftung ständig bewegt wird. Mikroorganismen zersetzen in diesem biologischen Teil der Kläranlage die schädlichen Stoffe. Aus dem Überlauf des Nachklärbeckens fließt schließlich sauberes Wasser, das in den Wittigbach geleitet wird. Stefan Kraß betonte abschließend, dass weder Speisereste noch Feuchttücher in die Toilette gelangen sollten.

    Felsenkeller zugeschüttet

    Die Funktion des Felsenkellers als Kühlraum vor der Erfindung des Kühlschranks erläuterte Armin Härtig, der zweite Vorsitzende des Naturschutzvereins. Im Winter gewonnenes Eis wurde hier eingelagert und diente das ganze Jahr über vor allem der Kühlung von Getränken der Brauereien und Wirtshäuser. In den 1960er Jahren wurde der gewölbte Keller zugeschüttet, im Frühjahr 2015 wieder freigelegt, so die Mitteilung. Er soll künftig Fledermäusen als Winterquartier dienen.

    Letzte Station war das Gelände der Grundschule Wittighausen. Eifrig wurde der Spielplatz genutzt, besonders beliebt war die Seilbahn. Zur Stärkung gab es Getränke und belegte Brötchen und natürlich durfte auch das Eis nicht fehlen, bevor die Heimfahrt angetreten wurde.

    Bearbeitet von Lena Bayer

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