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    Gerchsheim

    Krimi mit Humor: Premiere von "Die verschwundenen Untermieter"

    Frauenpower auf der Bühne der Turn- und Festhalle Gerchsheim. Foto: Matthias Ernst

    Die Schauspielgruppe des TSV Gerchsheim nahm mit dem Kriminalstück "Die verschwundenen Untermieter" die Zuschauer in der Turn- und Festhalle mit auf eine illustre Reise durch die Kriminalistik und sorgte für reichlich Situationskomik bei der Premiere.

    Eigentlich haben die drei schrulligen Damen mit Adelstitel und Herrschaftshaus alles, was sie brauchen: einen Butler namens Charles (Thomas Schenk), das Dienstmädchen Minna (Susanne Schenk) und jede Menge Medizin in Form von Cognac. Nur eines fehlt Klementine (Tina Fleischmann), Florentine (Katja Michel) und Elvira (Andrea Reichel) noch: ein Mann im Haus. Also vermieten sie zwei Zimmer ihres Anwesens und hoffen auf den "Richtigen".

    Aufregung um einen berühmten Gast

    Kommissar Theodor Wichtig (Steffen Wiesner) greift ein, als mehrere Untermieter spurlos verschwinden. Er quartiert sich inkognito ein, um die mysteriösen Fälle zu lösen. Als dann der berühmte Schauspieler Tom Beierle (Roman Arnold) das zweite Zimmer mietet, beginnt das Durcheinander erst richtig. Denn ihm stellen nicht nur die drei älteren Grazien nach, sondern auch noch Elviras Tochter Jolanda (Anja Fleischmann).

    Sie hängt zur Begrüßung von Beierle ein riesiges Poster an dessen Tür, was beim Publikum für viele Lacher sorgte. Und Butler Charles ist auf der lustig ausufernden Suche nach einem Männerduft, um Eindruck zu schinden. Doch letztlich lüftet sich auch das Geheimnis, um die verschwundenen Untermieter. 

    Die Schauspieler auf der Bühne geizen nicht mit Komik und passender Mimik – ob Susanne Schenk alias Minna nach einem zu tiefen Schluck aus der "Medizin-Pulle", Elvira-Darstellerin Andrea Reichel mit der Heckenschere oder Tina Fleischmann als Klementine, die vor Kopfschmerzen nicht mehr weiter weiß.

    Angriff auf die Lachmuskeln

    Chaotisch wird es, wenn die drei Schwestern dem berühmten Gast nachstellen und ihn auf der Couch bezirzen wollen. Oder wenn Elvira dem Kommissar von der Gartenarbeit berichtet: "Ich bin für den Schnitt zuständig, Charles für das Vergraben". Oder wenn Klementine Tom Beierle beim Üben einer Liebesszene "helfen" will. Der erkennt schnell: "Ich bin in einem Irrenhaus gelandet". Nicht nur damit hat Roman Arnold die Lacher auf seiner Seite.

    Vollkommen begeistert von dem Stück sind die Zuschauer, welche die acht Akteure auf der Bühne mit reichlich Szenenapplaus belohnen. Und denen scheinen die Rollen auf den Leib geschrieben zu sein. Nicht nur das Minenspiel von Katja Michel, Steffen Wiesner oder Thomas Schenk strapaziert das Zwerchfell. Passend dazu werden die Dialoge in fränkisch-badener Mundart gespielt, was der Komödie eine ganz besondere Note verleiht. Mario Reichel hatte bei der Begrüßung nicht zu viel versprochen, es war ein gelungener Angriff auf die Lachmuskeln.

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