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    GROßRINDERFELD

    Krümel und der Blaue Mann

    Gespannt verfolgen die Kinder die Aufführung „Geheimsache Igel“ des „Theaterensembles SakramO 3D“, in der Aula der Freih... Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

    Das Jugendamt des Main-Tauber-Kreises hat im Rahmen seiner Präventionsaufgaben Theateraufführungen an den Grundschulen im Landkreis fest institutionalisiert. Nachdem das Jugendamt zuletzt 2016 das Potz-Blitz-Theater für Auftritte an den Grundschulen im Landkreis verpflichtet hatte, konnte 2017 ein neues Theaterensemble gefunden werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit diesem wurde nun eine neue Kooperation zum Thema Gewaltprävention an Grundschulen eingegangen.

    Hinter SakramO 3D verbergen sich Monika Wieder und Sarah Gros, die seit Sommer 2011 als freies Ensemble das Gewaltpräventionsstück „Geheimsache Igel“ für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren anbieten. Damit sind sie seither in ganz Baden-Württemberg unterwegs. Basierend auf ihrer guten und ergänzenden Zusammenarbeit entstand Anfang 2013 der Ensemblename SakramO 3D. Der erste Teil steht für „Sarah – Kraft – Monika“ und 3D für die plastische Authentizität, welche das Theater bietet.

    Am 11. und 12. Juli wurde in der Freiherr-von-Zobel-Schule in Großrinderfeld das Stück „Geheimsache Igel“ aufgeführt. Mit der theaterpädagogischen Nachbereitung schafft SakramO 3D eine gute Plattform, um mit den Kindern in spielerischen Aktionen den Inhalt des Stückes aufzuarbeiten. Diese fand im Anschluss an die Aufführung statt. Sie erfolgte optimalerweise im jeweiligen Klassenverband. Hierdurch konnte die Thematik mit den Kindern zusätzlich vertieft und konnten weitere Anreize sowie Ansatzpunkte für Lehrer und Schüler geschaffen werden.

    An den Aufführungen und Nachbereitungen nahmen rund 165 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 teil. Das Theaterstück soll Kinder zu selbstständigem, aktivem Handeln anregen und dazu beitragen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Den kleinen Zuschauern werden auf kindgerechte, spannende und humorvolle Weise die Themen Abgrenzung, Nein-Sagen und gewaltfreie Kommunikation vermittelt.

    Die Akteure selbst schlüpfen in die Rollen von „Krümel“ und „Wurzel“, die allerbeste Freunde sind. Sie sprechen die gleiche Sprache und erzählen sich alles. Eines Tages aber ist Krümel traurig. All die sonnengelbe Freude ist von Krümel gewichen, und nach und nach wird alles seltsam blau. Der Igel, dem sie von ihrem Geheimnis erzählt hat, weiß Rat. Gemeinsam holen sie ihren besten Freund Wurzel. Ob der es schließlich schafft, Krümel doch noch zu helfen und was Krümel hätte anders machen können, als plötzlich der Blaue Mann auftauchte, davon erzählt dieses Theaterstück.

    „Die jungen Zuschauer werden von den Akteuren animiert, mitzumachen und saugen so das Geschehen direkt auf“, erläutert Alexander Koch, Jugendschutzbeauftragter des Jugendamtes. „Den jungen Schülern bietet sich hierdurch eine tolle Chance, die Anregungen und Verhaltensregeln im Alltag umzusetzen und sie sich zu Herzen zu nehmen.“

    Bearbeitet von Klaus Richter

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