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    Grünsfeld

    Liederabend: Singen beglückt den ganzen Tag

    Die Liedertafel Grünsfeld sang beim Liederabend. Foto: Ulrich Feuerstein

    "Zu Gast bei Freunden": Unter diesem Motto stand der Liederabend des Männergesangvereins Liedertafel in der Stadthalle in Grünsfeld. Neben der Liedertafel wirkten mit: der Männergesangverein Liederkranz 1844 Tauberbischofsheim, der Männergesangverein 1876 Gamburg, der Katholische Kirchenchor Grünsfeld und der Männergesangverein Eintracht Krensheim.

    Mit Dieter Frommlets Willkommenslied begrüßte der Männergesangverein Liedertafel mit Dirigentin Andrea Müller-Köhler die Gäste. Der Text war programmatisch zu verstehen. "Melodien sollen uns verbinden", heißt es darin. Und: "Harmonie soll in alle Herzen finden."

    Singen ist eine Tätigkeit, die den ganzen Tag beglückt. Das wissen die Sänger der Liedertafel nur zu genau. Deshalb beginnen sie den Tag mit einem Lied, wie es in der entsprechenden Volksweise heißt. Zwischendurch lassen sie ihre Gedanken schweifen, denn diese sind ja bekanntlich frei. So heißt es jedenfalls in dem gleichnamigen, von der Französischen Revolution inspirierten Lied.

    Woran die Sänger sonst noch denken, machten zwei weitere Lieder deutlich. Einem schönen Mädchen galt Ludwig van Beethovens musikalisches Geständnis: "Ich liebe dich". Mit dem Studentenlied "Krambambuli" erinnerten sie an längst vergangene Jugendzeiten.

    Das "Schwalbenlied" kündigt den Frühling an

    Musikalische Lebenshilfe bot der Männergesangverein Liederkranz 1844 Tauberbischofsheim. In ihren Beiträgen machten die Sänger um Chorleiterin Mechthild Geiger deutlich, warum sie ihr Hobby pflegen. "Mit Musik geht alles besser", sang schon Rudi Schuricke in dem Film "Sophienland".

    Vom nahenden Frühling kündete Pasquale Thibauts "Schwalbenlied". Dann ist es nach Ansicht der Sänger aus der Kreisstadt offensichtlich Zeit, Neues zu wagen. Mit der Volksweise "Wohlauf in Gottes schöne Welt" gingen sie auf Wanderschaft, um mit Reinhard Meys Fliegerhymne "Über den Wolken" in neue Dimensionen vorzustoßen.

    Romantische Naturerfahrungen ermöglichte der Männergesangverein 1876 Gamburg unter der Leitung von Freia Behringer-Hoffmann. In Mondnächten, so hieß es in Eichendorffs gleichnamigem Gedicht, wird die Liebe zu einem Augenblick metaphysischer Mächtigkeit. Aufbruchsstimmung nach einem kalten Winter vermittelte Hans Langs Lied "Nun will der Lenz uns grüßen".

    Religiöse Musik des Katholischen Kirchenchors

    Von den Leiden und Freuden der Liebe handelten zwei Lieder von Friedrich Silcher: "In einem kühlen Grunde" und "Das Lieben bringt groß Freud". Einen heiteren Schlusspunkt setzten die Sänger mit "Als Büblein klein" aus der Operette "Die lustigen Weiber von Windsor".

    Der Katholische Kirchenchor wechselte gekonnt die musikalischen Genres. Die Sänger um Dirigentin Andrea Müller-Köhler widmen sich zunächst religiösen Aspekten. Gewöhnlich kommt die Kantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Felix Mendelssohn-Bartholdy im Gottesdienst beim "Agnus Dei" zum Vortrag. Luigi Cherubinis Motette "Veni Jesu amor mi" ist meist zur Kommunion zu hören.

    Säkulares Liedgut hatte der Chor ebenfalls einstudiert. So fragten die Sänger mit dem Schlager "Was kann den schöner sein?", um anschließend Goethes, von Ludwig van Beethoven vertontes "Bundeslied" anzustimmen.

    Die Vorzüge von Gesang und Musik priesen auch die Krensheimer Sänger unter der Leitung von Kurt Meyer. Mit Robert Papperts "Viva la musica" ließen sie die Musik hochleben. Glück – darauf wiesen die Chormitglieder außerdem hin – kann eigentlich nur im Singen liegen. "Lieder sind die besten Freunde", hieß es im gleichnamigen Lied von Ralph Siegel. Mit Pasquale Thibaut schwärmten sie außerdem von "roten Rosen", um mit Konradin Kreutzers "Abendchor" das Tagwerk zu vollenden.

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