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    Gerchsheim

    Mit Köpfchen durchs Internet

    Christof Eisele, Rainer Gerhards und Peter Weingärtner informierten zu Sicherheitsbereichen des Internets. Foto: Matthias Ernst

    Wahlveranstaltungen gibt es im Moment wie Sand am Meer. Doch wie lassen sich die Menschen wirklich erreichen? Vor dieser Frage stand auch die Initiative Mündiger Bürger (IMB) aus Großrinderfeld. Diese hatte die Idee einen Vortrag über Sicherheit im Internet zu veranstalten und die Präsentation der Kandidaten in den Hintergrund zu stellen. Hintergrund ist die Tatsache, dass mehrere Kandidaten Fachleute für Fragen rund um das Thema Internet sind.

    Peter Weingärtner, EDV-Leiter bei einer regionalen Bank, Rainer Gerhards, Geschäftsführer einer Internet-Sicherheitsfirma, und Christof Eisele, Prokurist bei einem Baumaschinenhändler, klärten aus ihrer jeweiligen Sicht über Gefahren, aber auch Möglichkeiten des Internets auf. Alle drei waren sich einig, dass das Internet grundsätzlich ein gefährlicher Raum sei. Diese Gefahr sei aber bei einer gewissen Vorsicht zu bändigen.

    Man dürfe nur nicht vergessen, seinen Kopf anzuschalten und darüber nachzudenken, ob die Angebote im Netz wirklich echt sind. Eisele hatte viele Phisingmails aus seiner Firma mitgebracht und analysierte diese vor dem Publikum auf ihren Wahrheitsgehalt. Schnell wurde klar: Wer seine Mails genau liest, wird schnell erkennen, was real oder was ein Betrugsversuch ist.

    Laptop-Kamera überkleben und Updates installieren

    Rainer Gerhards hatte einen ganz einfachen Tipp für Notebook-Nutzer mitgebracht. Einfach ein Stück Klebeband über die Webcam und das Mikrofon kleben bewahrt vor Spionage. Beide lassen sich über Programme fernsteuern und sind damit Einfallstore für Hacker.

    Die Hacker hatte auch Peter Weingärtner im Visier. Wichtig bei allen elektronischen Geräten, die mit dem Internet verbunden sind, seien regelmäßige Updates. Das helfe schon mal viel. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es nie, aber immerhin könne man viel tun, um sich so sicher wie möglich im Internet zu bewegen. Wenn man unsicher sei, solle man lieber einmal zu viel löschen als einmal zu viel öffnen. Oder eben einen Nachbarn oder Bekannten fragen, der sich besser auskennt.

    Die anschließende Diskussion wurde von Ina Messerer geleitet und die Fragen zeigten, dass eine gewisse Unsicherheit bei den Bürgern vorhanden ist. Doch alle drei Referenten machten Mut, sich intensiver mit dem Internet zu beschäftigen. Nur dürfe man nicht vergessen beim Surfen nachzudenken, eben genauso wie im realen Leben.

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