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    Tauberbischofsheim

    Musikalisches Feuerwerk für den Mauerfall

    Das Große Blasorchester des Musikvereins Umpfertal Boxberg, der Kammerchor Bad Mergentheim, die Singklasse des Gymnasiums Weikersheim und der Schulchor des Matthias-Grünewald-Gymnasiums Tauberbischofsheim brillierten bei der Gedenkveranstaltung zum 30-jährigen Mauerfall in der TauberPhilharmonie Weikersheim. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Markus Moll

    Mit der Aufführung der „Freiheitssinfonie“ in der neuen TauberPhilharmonie in Weikersheim, gesungen und gespielt von mehr als 200 Mitwirkenden, hat der Main-Tauber-Kreis am 30. Jahrestag des Mauerfalls der Friedlichen Revolution 1989 gedacht.

    Verbindung von Orchester und Chor

    Ein musikalisches Feuerwerk wurde vom Großen Blasorchester des Musikvereins Umpfertal Boxberg, dem Kammerchor Bad Mergentheim, der Singklasse des Gymnasiums Weikersheim und dem Schulchor des Matthias-Grünewald-Gymnasiums Tauberbischofsheim gezündet, heißt es in einer Pressemitteilung. Das 70-köpfige Blasorchester des Main-Tauber-Kreises brillierte mit sinfonischen Klängen, ohne dabei die 120 Sängerinnen und Sänger zu überdecken. Die mehr als 600 Zuhörer in der ausverkauften TauberPhilharmonie spendeten am Ende langen Applaus mit stehenden Ovationen.

    „Friedensgebete und Montagsdemonstrationen haben 1989 ein System zum Einsturz gebracht; die Bilder von damals bewahren ihre Kraft und berühren uns, sie sind zeitlos geworden“, sagte Landrat Reinhard Frank.

    Sein Vorgänger im Amt, Georg Denzer, erinnerte in einem Podiumsgespräch an den Beginn der Kreispartnerschaft mit Bautzen im Jahr 1990. Ihre ganz persönlichen Erinnerungen an den Mauerfall teilten die Bundestagsabgeordneten Nina Warken und Alois Gerig sowie die Landtagsabgeordneten Christina Baum und Wolfgang Reinhart in der Gesprächsrunde.

    Erinnerungen an die Wiedervereinigung

    Der Abend war nicht nur „allen Mutigen des Sommers und Herbstes 1989“ gewidmet, wie Landrat Frank betonte. „Der Fall der Mauer, die deutsche Wiedervereinigung ist ein Glücksfall der Geschichte“, sagte der Bautzener Landrat Michael Harig in seiner Festrede, in der er seine persönlichen Erinnerungen an die Zeit der Wende eindrucksvoll schilderte.

    Höhepunkt des Abends war die Aufführung des Werkes von Guido Rennert „Wir sind das Volk – eine Freiheitssinfonie“. „Ich widme dieses Werk all den mutigen Menschen, die im Sommer und Herbst des Jahres 1989 in den Städten und Dörfern der damaligen DDR auf die Straße gingen und mit einer der außergewöhnlichsten Revolutionen Geschichte schrieben“, sagt Komponist Guido Rennert laut der Pressemitteilung über sein Werk. In der Sinfonie in fünf Bildern werden die Geschehnisse der friedlichen Revolution von 1989 musikalisch dargestellt. Unterstrichen wurde der musikalische Ausdruck durch Bild- und Original-Toneinspielungen von Honecker, Genscher, Gorbatschow und Kennedy.

    Bearbeitet von Anja Behringer

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