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    OBERLAUDA

    Fünf Stunden Faschingsgaudi

    Die Jugendgarde der NGO war einmal mehr ein Höhepunkt. Foto: Reinhard Haas

    Wer der Meinung war, nach den letzten sehr erfolgreichen Jahren sei bei den Rootzen-Fremdensitzungen keine Steigerung mehr möglich, wurde eines Besseren belehrt – und ein Ende der Fahnenstange ist dabei durchaus noch nicht in Sicht. Das hat sich natürlich herumgesprochen und entsprechend groß war die Liste der örtlichen und närrischen Prominenz. Eigentlich war alles da, was Rang und Namen hat – und natürlich auch ein begeisterungsfähiges und begeistertes Publikum. Dazu kamen Gastabordnungen aus dem gesamten Narrenring, Prinzenpaare, Präsidenten, Symbolfiguren, jede Menge Elferräte und Gardemädchen.

    Die Musikkapelle spielt zur Eröffnung

    Den Abend begleitete die Musikkapelle Oberlauda unter der Leitung von Maximilian Mohr. Bereits zum gemeinsamen Einzug drehten die Musiker richtig auf. Es wurde zum ersten Mal voll auf der Bühne – die optimale Umgebung und Stimmung für das von Präsident Holger Ebert geforderte „dreimal kräftige Rootze – Helau“. Danach kamen die Rootzen-Regenten Prinzessin Karo I. und Prinz Tommy I. auf die Bühne. Dort stellten sie sich – eine Novum in der Kulturscheune – musikalisch vor: der Prinz und der Präsident an der Gitarre und die Prinzessin am Mikro. Danach begann das Programm mit dem Schnocken-Tanzmariechen Ira Jonas.

    Stadtrat Werner Kilb und Kurt Breitenstein schwelgten in der Bütt in persönlichen Erinnerungen und machten dabei auch vor den eigenen Personen nicht halt. Die Geschichte „Vom Ei bis zur Vogelhochzeit“ erzählte und ertanzte die Kindergarde der NGO. Das Ortsleben und das Älterwerden aus der Sicht eines Jugendlichen hatte sich Niklas Hellinger als Thema ausgesucht. Seinen Auftritt lockerte er selbst noch zusätzlich mit der Trompete auf – ein Allroundtalent in allen, oder zumindest vielen, Situationen. Mit tollen Schritten und Figuren zeigte die Jugendgarde der NGO ihre Marschtanz – Grund genug für eine Zugabe.

    Seit 50 Jahren in Oberlauda dabei

    Nach einer Pause startete dann der Fanfarenzug in die zweite Halbzeit. Seit 50 Jahren ist er in Oberlauda ununterbrochen Stammgast und der aktuell älteste Aktive hat immerhin schon 48 Auftritte bei den Rootzen auf dem Buckel. Einen mehr, als der Präsident Lebensjahre hat. Dann wurde es eng auf der Bühne: Die 16 Tänzerinnen und ein Tänzer der Grünsfelder Garde präsentierten ihren Schautanz zum Thema „Zeit“.

    Und auch das Dorfjubiläum wurde Thematisiert: Die Amigos lästerten über das aufwändig reparierte Mühlrad und die damit verbundenen Schwierigkeiten vor der Wiedereinweihung. Die alles andere als erfolgreiche Situation beim Fußballverein wurde genauso aufs Korn genommen und mit Leonhard Cohens „Halleluja“ musikalisch gesanglich untermalt wie ein eigener Abstecher bei der Firma „Holzmichl“ in Hettigenbeuren, in dessen Verlauf mehr oder weniger erfolgreich die äußere „Manneskraft“ der Besucher vermessen wurde.

    „Rootze Helau“ zum Finale

    Die Prinzengarde hatte sich bei ihrem Schautanz der „Urknalltheorie“ verschrieben – und riss mit diesem die Zuschauer mit. Theorie hin oder her: die Realität auf der Bühne überzeugt. Und auch der „Volapük“ Helmut Schmitt begeisterte mit seinen Geschichten aus dem Dorfleben, über das er bestens Bescheid wusste. Nach fünf Stunden stand dann das große Finale auf dem Programm. Die Musikkapelle übernahm ein letztes Mal das Zepter und zu „Rootze Helau“ durfte noch einmal so richtig geschunkelt und gesungen werden.

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