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    Grünsfeld

    Ruhe an der "Biberfront"

    Ein arbeitsreiches, aber unspektakuläres Jahr liegt hinter dem Seeverein. Bei der Generalversammlung im Gasthaus „Krone“ blickten die Mitglieder zurück. Momentan herrscht Ruhe an der „Biberfront“. Stefan Landwehr zeigte sich erleichtert über die aktuelle Situation am Angelsee. Der Vorsitzende berichtete von verschiedenen Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den See vor dem gefräßigen Nagern zu schützen. Mit Unterstützung der Stadt habe man eine Sperre im Damm eingearbeitet, der verhindern soll, dass der Biber sich durchbohren kann. Auf eigene Kosten habe der Verein zusätzlich eine weitere Sperre auf der Seite des Seeufers errichtet. „Seitdem gibt es keinen Wasserverlust mehr am See“, freute Landwehr sich.

    Sehr zufrieden war der Vorsitzende mit dem Ergebnis des Seefestes am 1. Mai. Zwar sei am Anfang das Wetter recht feucht und kalt gewesen. Gegen Mittag habe man dann kaum noch einen Platz bekommen, so groß sei der Andrang gewesen. Landwehr räumte aber auch ein, dass das Fest mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden war. „Jeder von uns war am Anschlag.“

    Erfolgreich Forellen eingesetzt

    „Mit den Fischen gibt es keine Probleme“, berichtete Gewässerwart Richard Binder. Erfolgreich habe man mehrmals Forellen eingesetzt. Mit der Qualität der aus Gerlachsheim bezogenen Fische war er zufrieden. Sie gedeihen, so seine Beobachtung, prächtig. Binder informierte die Petrijünger, dass dieses Jahr im Grünbach untersagt ist zu angeln. Die Schonzeit habe man eingerichtet, damit der Fischbestand sich erholen kann.

    Die Jugendabteilung befindet sich im Umbruch. Neun Nachwuchsangler zählte der Seeverein bislang in seinen Reihen. Zwei davon sind nach Angaben des Jugendwartes Herold Schäfer 18 Jahre alt geworden, fünf erreichen demnächst die Altersgrenze. „Wir müssen uns nach anderen Jugendlichen umschauen, um eine neue Jugendabteilung zu gründen“, erklärte Schäfer. Der Jugendwart zeigte sich zuversichtlich, dass dies auch gelingen wird.

    Erfreuliche Zahlen

    Kassierer Karl-Heinz Eckert legte erfreuliche Zahlen vor. Nicht nur die Mitgliederzahlen stimmten positiv: 22 aktive und 103 passive Petrijünger zählt derzeit der Verein. Aufgrund diverser Aktivitäten konnten die Einnahmen gesteigert werden. Sogar die Verbindlichkeiten ließen sich reduzieren. „Wir gehen vernünftig mit dem Geld um“, betonte Eckert. Nach Ansicht des Kassierers ist ein Seefest aber dringend nötig, um finanziell auf der sicheren Seite zu sein. Ihn wie den gesamten Vorstand entlastete die Versammlung einstimmig.

    Joachim Markert lobte das Engagement der Vereinsmitglieder in den höchsten Tönen. In seinem Grußwort wies der Bürgermeister darauf hin, dass der Angelsee sich zu einem Naherholungsgebiet für die Allgemeinheit entwickelt habe.  Das Stadtoberhaupt zeigte sich über die jüngsten Entwicklungen in Sachen „Biber“ erfreut: „Es ist gut, dass der Biber in der Bilanz nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat.“ Sollte der Nager wieder sein Unwesen treiben, sagte Markert die Unterstützung der Stadt zu, wenn es darum geht, weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

    „Es gibt immer etwas zu tun“, meinte Stefan Landwehr beim Ausblick auf das aktuelle Vereinsjahr. Das Seefest wirft schon seine Schatten voraus. Damit am 1. Mai wieder gefeiert werden kann, sind, so der Vorsitzende, noch einige Arbeitseinsätze zu erledigen. Entspannung verspricht dann der Zweitagesausflug nach Regensburg im Juli.

    Bearbeitet von Ulrich Feuerstein

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