• aktualisiert:

    TAUBERBISCHOFSHEIM

    Schlachthof-Skandal: Behörden überprüfen Unternehmen

    Im Tierschutz-Skandal um den Schlachthof in Tauberbischofsheim haben Behördenvertreter das derzeit geschlossene Unternehmen kontrolliert. „Eine Entscheidung, die Untersagung des Schlachtbetriebs aufzuheben, ist nicht erfolgt“, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart am Mittwoch. Der Schlachthof war im Februar geschlossen worden. Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, des Regierungspräsidiums und des Landratsamts Main-Tauber-Kreis hätten das Unternehmen am Dienstag besucht. „Dabei ging es um bauliche und technische Veränderungen sowie organisatorische Festlegungen“, sagte die Sprecherin.

    Der Schlachthof gehört zur Firma OSI mit Europa-Sitz in Gersthofen bei Augsburg, einem Lieferanten von McDonald's. Der Verein „Soko Tierschutz“ (Augsburg) hatte in dem Unternehmen mit versteckter Kamera gefilmt - die Videos sollen belegen, dass etwa Tiere vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt sowie nicht zugelassene Geräte eingesetzt wurden. Die Staatsanwaltschaft Mosbach ermittelt. Derzeit wertet eine vierköpfige Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei in Heilbronn das bei einer Durchsuchung beschlagnahmte Material aus.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!