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    Wenkheim

    Selbsthilfegruppe besuchte Synagoge und Friedhof

    Die Mitglieder der Wittighäuser Selbsthilfegruppe Zeitbank Plus ließen sich auf dem jüdischen Friedhof in Wenkheim über Besonderheiten der dortigen Grabsteine informieren. Foto: Reinhart

    Mitglieder der Wittighäuser Selbsthilfegruppe Zeitbank Plus trafen sich in der ehemaligen Synagoge, um sich über das frühere jüdische Leben in der Welzbachtalgemeinde zu informieren. Dort wurde ihnen zunächst erläutert, wie es dazu kam, dass das Gebäude in der Progromnacht 1938 nicht zerstört wurde. Die Nähe einer Tankstelle und die enge Bebauung hielten die SA Schergen davon ab, das Gebäude anzuzünden. Nach Nutzung durch die Hitlerjugend und der Unterbringung von belgischen Kriegsgefangenen zogen 1945 deutsche Heimatvertriebene ein, die bis Ende der Siebziger Jahre dort wohnten. Eine glückliche Fügung brachte Schuldekan Johannes Ghiraldin und Wenkheimer Bürger zusammen, die sich entschlossen, das Gebäude zu renovieren.

    Zum Abschluss ging die Gruppe auf den israelitischen Bezirksfriedhofs und erhielt auch dort von einem Mitglied des Vereins "die schul" Erklärungen an den verschieden geprägten Grabsteinen. Besonders fiel ein Grabstein auf, der eine preußische Pickelhaube zeigt. Hier handelte es sich um die Grabstätte eines im Bruderkrieg 1866 bei Helmstadt gefallenen Soldaten jüdischen Glaubens.

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