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    Gerchsheim

    Seubert Feinkostmanufaktur in Gerchsheim eingeweiht

    Wo sich sonst die Schnitzel und Fleischküchle im heißen Fett drehen, entstanden leckere Hauptspeisen auf Bananenblättern für die geladenen Gäste. Foto: Matthias Eernst

    "Endlich haben wir mal Platz in der Produktion und können auch ganze Fertigungsstraßen laufen lassen", freute sich ein langjähriger Mitarbeiter der Seubert Feinkostmanufaktur bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Standortes im Gerchsheimer Gewerbegebiet Geißgraben. Auf einer Fläche von 18 mal 50 Metern ist eine hochmoderne Produktionshalle mit Lager, Verwaltung und Vertrieb entstanden.

    Am bisherigen Standort in Wenkheim war keine Erweiterung mehr möglich und so entschlossen sich Marcus und Walter Seubert, die Firma an einem neuen Standort vollkommen neu zu bauen. Bei der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr sprach Marcus Seubert von einer Investition im zweistelligen Millionenbereich. Nun, nach der Fertigstellung, kann man erahnen, wo das ganze Geld hingeflossen ist.

    Kunden haben vom Umzug nach Gerchsheim nichts mitbekommen

    Bereits seit drei Wochen produziert die Firma in den neuen Räumlichkeiten und die Erfahrungen der Mitarbeiter und der Chefs sind überaus positiv. Die Kunden haben von dem ganzen Umzug der Produktion von Wenkheim nach Gerchsheim nichts mitbekommen. Die von Seubert produzierten Waren finden ihren Weg in die Spitzengastronomie ebenso wie in die Werkskantinen von BMW, Mercedes, Porsche oder VW. Die vorbereiteten Gerichte werden dort schonend aufgetaut und für den Verzehr fertig verarbeitet. Vor allem mit der Produktion von Geflügelprodukten ist Seubert bekannt geworden. Doch mittlerweile ist das Angebot stark ausgeweitet worden. Alle Arten von Fleisch werden in der hauseigenen Abteilung für die Weiterverarbeitung vorbereitet, auch Wildspezialitäten. Daneben produziert Seubert auch hochwertige Terrinen, versorgt große Buffets oder auch Salate. Großen Wert legt Seniorchef Walter Seubert auf die eigene Produktion von Patisserie-Produkten. Der gelernte Koch hatte die Firma zusammen mit seiner Frau Edith vor fast 50 Jahren gegründet.

    Die Gäste genießen in der Produktionshalle bei der Eröffnung der Firma Seubert Feinkostmanufaktur. Foto: Matthias Eernst

    Zur Einweihung waren neben den Mitarbeitern auch Kunden, Lieferanten, Freunde und die Nachbarn aus dem Gewerbegebiet Geißgraben geladen. Etwa 300 Personen durften sich in den neuen Räumen umsehen und von der Qualität der Arbeitsstätte überzeugen. Vom Empfang bis zur Produktion und dem Versand war alles als gläserne Manufaktur eingerichtet. Und zwischendrin hatte man Bänke und Tische aufgebaut. Schließlich sollte man bei der Firma Seubert auch probieren können, was dort täglich produziert wird.

    Sechs Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung

    Doch vorher wurde das Gebäude und alles, was damit in Zusammenhang steht, von Pfarrer Robert Borawski gesegnet. Er ging auf die Verbindung von Essen und Geist ein und welchen Wert die Handarbeit haben sollte. Die Fürbitten las Seniorchef Walter Seubert, ihm ist die Beziehung von Glauben und Handwerk ebenfalls sehr wichtig. Als Zeichen der Verbundenheit und des göttlichen Schutzes überreichte Borawski ein kunstvoll gestaltetes Kreuz an Marcus Seubert, das im Eingangsbereich der Firma positioniert werden soll.

    "Ich bin stolz und zufrieden, dass wir das Projekt in Angriff genommen haben", sagte Marcus Seubert in seiner Begrüßung. Er dankte den Mitarbeitern, dem Innsbrucker Planungsbüro ATP und der ausführenden Baufirma Leonhard Weiss für den zügigen Bau. Von der ersten Planung 2013 bis zur Fertigstellung 2019 gingen insgesamt sechs Jahre ins Land und immer wieder wurde umgeplant und neu überdacht. Schließlich sollte alles perfekt für die Produktion ausgerichtet werden. Man habe jetzt die Möglichkeit der doppelten Kapazität. Vonseiten der Gemeinde Großrinderfeld begrüßte Erster Bürgermeister Stellvertreter Sven Schultheiß die Firma am neuen Standort und freute sich, dass hier in Zukunft weitere Arbeitsplätze entstehen werden. 

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