• aktualisiert:

    TAUBERBISCHOFSHEIM

    Tauchroboter sucht nach vermisster 13-Jähriger

    Einen neuen Anlauf bei der Suche nach einer seit dem 9. Januar 2019 vermissten 13-Jährigen aus Tauberbischofsheim nahm man am Samstag im Tauberbischofsheimer Ortsteil Impfingen. Dabei kam Hochtechnologie zum Einsatz: Die örtliche DLRG bekam Unterstützung aus dem 130 Kilometer entfernten Esslingen. Deren DRLG ließ einen Tauchroboter und ein hochauflösendes Sonargerät in den Fluss Tauber.

    Tauchroboter und Sonar im Einsatz

    Um 9 Uhr begann man unter Federführung der Polizei mit dem Einsatz. Rund 15 Einsatzkräfte der DLRG-Gruppe Tauberbischofsheim, der DLRG-Ortsgruppe Königshofen und des DLRG-Bezirksverbands Unterfranken erhielten hierbei Unterstützung durch die DRLG aus dem 130 Kilometer entfernten Esslingen am Neckar. Mit dabei: ein hochtechnologischer Tauchroboter und ein Sonargerät. Die Suchmaßnahme wurde auf die Bereiche der vergangenen Suchmaßnahmen nahe Impfingen bis Impfingen beschränkt. Dort schlugen in der Vergangenheit speziell ausgebildete Wasserortungshunde der DLRG Wertheim in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei an. Bis in den späten Nachmittag hinein lief der nicht alltägliche Einsatz.

    Ausgangspunkt der Einsatzmaßnahme war der flussabwärts gelgene Anschlagspunkt der damaligen Suche. Eine Besatzung von ehrenamtlichen DLRG-Mitarbeitern wurde hierbei mittels eines Bootes in die Tauber hinab gelassen. Ausgestattet war dieses Boot mit einem Sonar. Zur eigenen Sicherheit fest angegurtet verharrte die dreiköpfige Bootsbesatzung zumeist an derselben Stelle. Am direkt daneben befindlichen Flussufer standen die Kollegen der weiteren DLRG-Einheiten mit dem Tauchroboter samt dem speziellem Sonar der DLRG Esslingen. Als das technische Duo zu Wasser gelassen wurde und die Arbeit aufnahm, begann der gespannte Blick auf die Monitore. Mithilfe der hochauflösenden Kamera am vorderen Teil des Tauchroboters, der außerdem mit einem Scheinwerfer und einem Greifer ausgestattet ist,  ging die Unterwassersuche in Zusammenspiel mit dem torpedoartigen Sonar los. 

    Keine Person im Wasser gefunden

    Stück für Stück wurde der Gewässergrund abgesucht. Auf mehreren Monitoren am Ufer wurde dabei das Live-Bild der hochauflösenden Kamera begutachtet. Die Sicht am Gewässergrund war sehr klar. Gut zu erkennen waren hierbei das wildverwachsene Wurzelwerk der umliegenden Bäume. Teils kamen ebenso kleine Baumstämme zum Vorschein. Der ein oder andere Unterwasserbewohner huschte vorbei. Nach rund 3-stündiger Suchmaßnahme des ersten Bereichs ging es im weiteren Verlauf flussaufwärts zu einem weitern Anschlagspunkt der Wasserortungshunde.

    Aufgrund der Vorhersagen bezüglich der Wasserqualität, Flusshöhe und Wetterlage an diesem Samstag ließen die Ermittler trotz fehlender neuer Ermittlungsansätze die erneute Suche starten. Die Bemühungen und der Ehrgeiz der eingesetzten ehrenamtlichen Mitarbeiter der DLRG-Verbände waren in diesem Einsatz enorm. Trotz des langen Einsatzes blieb der Erfolg aus. Die vermisste 13-Jährige aus Tauberbischofsheim konnte weiterhin nicht im Fluss lokalisiert werden.

    Hintergrund: Der Tauchroboter und das Sonargerät

    Nach acht Jahren Spendensammeln war es vor rund eineinhalb Jahren soweit: Bundesweit führend hat die DLRG im Bezirk Esslingen als einzige ein hochtechnologisches Sonargerät mit einer Pixel-Auflösung von einem Zentimeter. Es hat die Form eines Torpedos und wird unter ein Boot montiert. Einmalig ist ebenso der Tauchroboter der DLRG im Bezirk Esslingen. Mit einer maximalen Tauchtiefe von 200 Meter sowie acht Motoren kann der Tauchroboter, der mit einer hochauflösenden Unterwasserkamera ausgestattet ist, in für Taucher unzugängliche Bereiche vordringen. Die Anschaffung beider Geräte, deren Gesamtwert rund 54.000 Euro beträgt, wurde allein über Spenden finanziert.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!