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    Wittighausen

    Theater Wittighausen: Wer ist eigentlich verrückt?

    Die Schauspieler der Wittighäuser Dielegnatzer lassen in diesem Jahr nicht nur die Puppen tanzen.
    Die Schauspieler der Wittighäuser Dielegnatzer lassen in diesem Jahr nicht nur die Puppen tanzen. Foto: Matthias Ernst

    Bereits seit September üben die Wittighäuser Dielegnatzer für ihre Auftritte als Theatergruppe im Turnsaal der Kindertagesstätte in Unterwittighausen. Ob es nun am Stück liegt oder an der allgemeinen Begeisterung für das Laientheater, in diesem Jahr wollen gleich elf Personen auf der Bühne stehen. Die Komödie: "Neurosige Zeiten" von Winnie Abel spielt in einem Irrenhaus. Klar, dass da das Zusammenkommen von "Normalen" und "Verrückten" zu allerlei Verwechslungen und komischen Momenten führen wird. Bei den Proben jedenfalls herrscht immer großes Gelächter, trotz aller Ernsthaftigkeit beim Üben.

    Die Truppe ist eingespielt. Noch werden einzelne Szenen mit dem Textbuch in der Hand geübt, aber das wird in den kommenden Tagen bis zur Aufführung immer mehr abnehmen. Nach der "Kreuzfahrt im Saustall", dem Stück der vergangenen Saison, wollte man mal wieder etwas anderes probieren, berichtet Matthias Max. Man habe sich schnell für das Stück von Winnie Abel entschieden, weil es so ganz anders ist, als die bisher aufgeführten Stücke.

    Spontaner Besuch der Mutter

    Zur Handlung: Wie empfängt man Besuch in einer Psychiatrie, ohne dass der Besuch merkt, er ist in einer Klapsmühle? Vor dieser Herausforderung steht Agnes Adolon (Mandy Reinhard), Tochter einer reichen Hoteldynastie. Denn ihre Mutter Cecile (Stefanie Klingert) meldet spontan einen Besuch an – nur dass sie davon ausgeht, Agnes residiere in einer Villa. Kurzerhand sollen die Mitbewohner aus Agnes skurriler Psychiatrie-Wohngruppe nun versuchen, wie ganz normale Menschen zu wirken. Damit nimmt das wahnwitzige Verwechslungsspiel seinen Lauf.

    Der zwangsneurotische Hans (Matthias Max) muss den langjährigen Lebenspartner vorspielen, die wahnhafte Marianne (Anita Ulsamer) wird zur Haushälterin, die manisch-depressive Künstlerin Desirée (Sandra Klingert) wird zur Freundin des Hauses und der menschenscheue Willi (Thomas Ulsamer) soll den ganz normalen Hausmeister spielen – ein Vorhaben, das nach hinten losgehen muss.

    Doch als dann noch mehr ungebetener Besuch in der Wohngruppe auftaucht, Agnes Mutter die Psychiaterin (Astrid Auernhammer) in Gewahrsam nimmt und sogar selbst in einer Zwangsjacke landet, läuft das verrückte Verwechslungsspiel vollkommen aus dem Ruder.

    Wandel am Schluss

    Zum Schluss klärt sich natürlich alles auf und es kommt zu einem vollkommen unvorhergesehenen Wandel. Welche Rolle dabei die Handpuppen aus der Kindheit der Schauspieler spielen, wird hier noch nicht verraten.

    Wer zu Beginn des neuen Jahres noch nichts vorhat und sich mal wieder richtig amüsieren möchte, ist bei den Wittighäuser Dielegnatzern genau richtig. Der Erlös der Auftritte kommt wieder karitativen Zwecken zugute. Der Gewinn der vergangenen Saison ging beispielsweise an die Kulturtafel in Würzburg und die Behindertenwerkstätte für die Einrichtung eines Bewegungspfades.

    Aufführungstermine sind am Freitag, 3. Januar, Samstag, 4. Januar, Sonntag, 5. Januar, Freitag, 10. Januar, Samstag, 11. Januar und Sonntag, 12. Januar jeweils um 19 Uhr sowie am Samstag, 4. Januar um 14 Uhr. Kartenvorverkauf: dienstags und freitags von 19 bis 20 Uhr unter Tel.: (0151) 25653252.

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