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    Grünsfeld

    VdK fordert barrierefreie Städte

    Das Bild zeigt den Busfahrer, der demonstriert, wie ein Rollstuhlfahrer mit seiner Hilfe in das Fahrzeug gelangt. Foto: Ulrich Feuerstein

    "Weg mit den Barrieren!" So lautet eine Forderung des Sozialverbandes VdK. Mitglieder des Ortsverbandes Grünsfeld trafen sich kürzlich, um Hindernisse aufzuspüren, die Menschen die volle Teilhabe an der Gesellschaft verwehren. "Wir machen uns für eine barrierefreie Gesellschaft stark", erklärte Reiner Schenk. Der Ortsverbandsvorsitzende erkundete mit Vorstandsmitgliedern die Heimatgemeinde auf der Suche nach Barrieren. "Wohnungen und öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel sowie alle privaten Güter und Dienstleistungen sind so zu gestalten, dass sie für alle zugänglich sind", so die Forderung des VdK-Ortsverbandes. Unterstützung erhielten die Mitglieder vom Kreisbehindertenbeauftragten Karl Höfling, der sie auf dem Rundgang begleitete und wichtige Hinweise im Hinblick auf Barrierefreiheit gab.

    Start war am Pflegeheim St. Barbara. Hier sprach die Gruppe mit Friedrich-Karl Barthel. Der Vorsitzende des Heimbeirates wies auf etliche Stolperfallen hin, die es den Heimbewohnern erschweren, einen Spaziergang im Freien zu unternehmen. "Die ältere Generation hat es verdient, dass man auf sie Rücksicht nimmt", meinte Barthel. Verbesserungen sind seiner Meinung nach oft ohne größeren Aufwand zu erreichen.

    Straßenübergänge bereiten Probleme

    Vom Pflegeheim führte der Weg über den Mehrgenerationenspielplatz und den Bahnhof bis zum Rathaus. "Das allgegenwärtige Kopfsteinpflaster und die häufig stufigen Straßenübergängen machen eine solche Begehung zu einem echten Hindernislauf", erklärte Reiner Schenk. Sinnvoll ist es seiner Meinung nach, den Gehweg an bestimmten Stellen abzusenken.

    Verbesserungsmöglichkeiten sah er auch bei anderen Punkten. So beklagte er die seiner Meinung nach unhaltbare Situation auf den Gehwegen in der Hauptstraße. "Autos halten und parken so, dass kein Rollstuhlfahrer, Fußgänger oder Behinderter mit Rollator vorbeikommt." Die meisten öffentlichen Einrichtungen in der Stadt seien ebenfalls nicht barrierefrei zugänglich.

    Leichten Einstieg in den Bus ermöglichen

    Hoffnung gibt es nach Schenks Angaben, was den Bahnhof betrifft. Der soll seinen Angaben zufolge in den nächsten Jahren umgebaut werden. Ein ungehinderter Ein- und Ausstieg aus dem Zug sei dann möglich. Wie das bei einem Bus funktioniert, konnten die Teilnehmer des Rundgangs selber in Augenschein nehmen. Der freundliche Fahrer eines zufällig anhaltenden Busses demonstrierte, wie ein Rollstuhlfahrer mit seiner Hilfe in das Fahrzeug gelangt.

    Am Rathaus kamen die Teilnehmer des Rundgangs mit Bürgermeister Joachim Markert ins Gespräch. Das Stadtoberhaupt hörte sich das Anliegen der Gruppe an und versprach, die Anregungen aufzunehmen.

    Bearbeitet von Ulrich Feuerstein

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