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    Bad Mergentheim

    Verkehrsminister referierte zur Zukunft der Mobilität

    Verkehrsminister Winfried Hermann referierte im Bahnhof Lauda. Foto: Thomas Tuschhoff

    Im Bahnhof Lauda sprach Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann auf Einladung der Grünen Main-Tauber über die Mobilität der Zukunft. Er wolle in die Zukunft schauen, erklärte er laut Pressemitteilung vor vollem Haus. Angesichts der Tatsache, dass heute mit dem Schienennetz eine Infrastruktur genutzt wird, die über 100 Jahre alt ist, plädierte er für eine längerfristige Perspektive über die nächsten 20 bis 30 Jahre.

    Nachhaltige Mobilität

    „Seit 30 Jahren gibt es Klimapolitik“, so Hermann, „im Verkehr haben wir jedoch noch immer dieselben CO2-Emissionen wie vor 30 Jahren“. Laut dem Klimaschutzabkommen von Paris müsse bis 2050 weitestgehende Klimaneutralität erreicht werden. Das sei eine gewaltige Herausforderung. 

    Der Minister setzt sich für eine nachhaltige Mobilität ein, die klimafreundlich und bezahlbar sein müsse, so die Mitteilung weiter. Zukünftig würden die Menschen „multimodal mobil“ sein und dafür Ketten aus verschiedenen Verkehrsmitteln nutzen. Eine große Rolle spiele hierbei die Digitalisierung. Fahrzeuge könnten geteilt (car-sharing) oder gemeinsam genutzt werden (ride-sharing).

    Er sehe auch große Chancen für autonom fahrende Busse. Noch sei aber nicht entschieden, welche Mobilitätsform sich durchsetzen werde, das Auto oder der Fuß- und Fahrradverkehr.

    Schienenverkehr attraktiver machen

    Hermann will den Schienenverkehr attraktiver machen, heißt es in der Pressemitteilung. Bis 2030 sollen sich die Fahrgastzahlen verdoppeln. Es soll „ein verlässliches Angebot im Stundentakt von früh morgens bis spät abends“ geben. Für den ÖPNV auf der Straße sind die Landkreise zuständig. Das Land bezuschusse aber Regiobuslinien dort, wo es keinen Schienenverkehr gibt.

    In der Diskussion wurde der Minister gefragt, wo der saubere Strom für die Elektromobilität herkommen soll. Wenn alle Autos elektrisch fahren würden, so seine Antwort, werde nur 15 Prozent mehr Strom gebraucht als heute. Das komme durch die viel höhere Effizienz der Elektromotoren gegenüber den Verbrennern. Neben den großen Stromleitungen vom Norden in den Süden sei er auch für die dezentrale regenerative Stromerzeugung im Land.

    Bearbeitet von Anja Behringer

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