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    Tauberbischofsheim

    Verleihung des Landespreises an Lukas Stoy

    Bei der Preisverleihung im Stuttgarter Neuen Schloss mit (von links): Thomas Paulsen von der Körber-Stiftung, Tutor Ulrich Feuerstein, Preisträger Lukas Stoy und Kultusministerin Susanne Eisenmann Foto: Feuerstein

    Lukas Stoy hat den Landespreis erhalten. Der Abiturient des Mattias-Grünewald-Gymnasiums in Tauberbischofsheim war beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten erfolgreich. Die Auszeichnung bekam er jetzt im Rahmen eines Empfangs im Stuttgarter Neuen Schloss.

    Kultusministerin Susanne Eisenmann, Caroline Gritschke vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Thomas Paulsen, Vorstandsmitglied der Körber-Stiftung, zeichneten die baden-württembergischen Preisträger aus. Insgesamt gingen 29 mit jeweils 250 Euro dotierte Preise für den Landesssieg und 29 Förderpreise an Schüler aus dem Südwesten.

    Bundesweit haben rund 5600 Schüler beim aktuellen Geschichtswettbewerb geforscht. 1992 Beiträge von Gruppen oder Einzelpersonen sind bei der Körber-Stiftung eingegangen. Damit war es die beitragsstärkste Ausschreibung seit 1993.

    Das Rahmenthema

    Der Kampf um das Frauenwahlrecht, die Revolution von 1848, Sturmfluten in der Geschichte oder die Studentenbewegung 1968: Die Schüler hatten sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Rahmenthema „So geht es nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ beschäftigt. Große Ereignisse, aber auch kleinere Anlässe, die Einfluss auf das Leben der Menschen genommen haben, wurden von ihnen erforscht.

    Lukas Stoy erhielt den Landespreis für eine Arbeit über die Folgen des Zweiten Weltkrieges für seine Familie. Mit detektivischem Spürsinn hat er die wechselvolle Geschichte seiner Großmutter recherchiert, die nach Kriegsbeginn aus der Bukowina fliehen musste. Über die Hintergründe der Flucht und die Folgen für die Familie sprach der 18-Jährige mit ihr sowie weiteren Angehörigen.

    Intensiv recherchiert

    Bei der Preisverleihung in Stuttgart lobte die Jury die intensive Recherche und den Materialreichtum der Arbeit. Besonders hervorgehoben wurde die um wissenschaftliche Objektivität bemühte Vorgehensweise. Lukas Stoy hat nämlich nicht nur Zeitzeugeninterviews geführt, sondern auch ein intensives Quellenstudium betrieben. Ziel war es, ein möglichst wirklichkeitsgetreues Bild der damaligen Ereignisse zu gewinnen.

    Von einem „besonderen Erlebnis“ und „bewegenden Momenten“ sprach Lukas Stoy im Anschluss an die Preisverleihung. Der Nachwuchsforscher räumte ein, in bisschen aufgeregt gewesen zu sein, als man ihn auf die Bühne gebeten habe, um aus den Händen der Kultusministerin die Urkunde zu empfangen.

    Ein weiteres besonderes Erlebnis steht Lukas Stoy vielleicht noch bevor. Als Landessieger hat er sich automatisch für die Auswahl zum Bundespreis qualifiziert. Wer diesen bekommt, wird im November bekanntgegeben. Ist Lukas Stoy dabei, geht es nach Berlin.

    Bearbeitet von Ulrich Feuerstein

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