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    Distelhausen

    Viel Applaus bei der Lachnacht in der Alten Füllerei in Distelhausen

    Atze Bauer moderierte und rockte die Distelhäuser Lachnacht.
    Atze Bauer moderierte und rockte die Distelhäuser Lachnacht. Foto: Uwe Büttner

    Am Wochenende ist die neue Spielzeit mit der vierten Distelhäuser Lachnacht eröffnet worden. Atze Bauer, Emir Puyan Taghikhani, Jochen Falck und Heinz Gröning boten ihrem Publikum in der Alten Füllerei eine bunte Show und Unterhaltung.

    Zum Auftakt kam Bauer, zugleich Moderator, "in der einzigen definitiv Coronavirus-freien Zone" auf die Bühne und trug ein Lied vom derzeitigen Wahnsinn vor. So stimmte der fränkische Barde die Besucher auf einen humorigen Abend ein.

    Bitterer Ohrenschmalz

    Erster Akteur der Lachnacht war Emir Puyan Taghikhani. Früher habe der staatlich promovierte Lebensmittelchemiker schon mal Lachsschinken mit Fisch verwechselt. Einer seiner Kumpels fragte ihn kürzlich, warum Ohrenschmalz eigentlich so bitter schmecke. Seine Antwort war spontan: "Die menschliche Zunge habe an vielen Dingen nichts verloren."

    Zur Freude seines Publikums hatte er viele solcher Argumentationen nach Distelhausen mitgebracht. Auf der Bühne mache er aus "hygienischen Gründen" immer Dehnübungen, um verschwitzte Körperstellen "frei zu bekommen". Ein Vorteil seiner starken Körperbehaarung sei es, meinte er, nie auf einem kalten Klodeckel sitzen zu müssen.

    Ihm folgte Jochen Falck mit einem Koffer voller Magie. Bei seiner ersten Solonummer seien es noch nicht so viele Besucher gewesen, sagte er schelmisch. Der Berliner hatte einige Musikinstrumente dabei, darunter Ukulele und Klarinette, und unterhielt als Bauchredner "mit privatem Ploppschutz". Unterhaltsam war auch sein Lied von "Peter und dem Wolf" mit der Stimme des Fisches, woraus auf der Bühne eine akrobatische Nummer wurde.

    Publikum aus Schaltkreisen

    Nach der Pause kehrte Bauer mit seinem Sommerhit "Meine hart verdiente Kohle hat mein Vermieter" auf die Bühne zurück. In Zukunft werde es auf der Bühne nur noch Roboter geben, meinte Bauer, denn künstliche Intelligenz werde das ganze Leben beherrschen. Selbst das Publikum werde dann aus Schaltkreisen bestehen. Natürlich hatte er auch dazu das passende Lied "Im Bett mit einem Roboter" dabei und begeisterte den ganzen Saal.

    Höhepunkt des Abends war der Auftritt der rheinischen Frohnatur Heinz Gröning oder "The Sexiest Man Dead or Alive". Für Frauen sei er unwiderstehlich, doch Männer hätten nur ein "Knurren" für ihn übrig, stellte er sich scherzhaft vor. Schon bei dieser ersten Aussage über sich selbst hatte er das Lachen des Publikums auf seiner Seite.

    Zu seiner Herkunft meinte er trocken: "Wo ich herkomme gibt es viel Gras, alles selber angebaut." Schließlich hätten die Einwohner dort nur zwei Hobbies: sich "dumm kiffen" oder "dumm saufen". Die einzige Sehenswürdigkeit sei das Ortsschild bei der Ausfahrt.

    Gröning muss Zugaben geben

    Mit seinem rheinischen Humor sprang der Funke schnell auf das Publikum über. So fand er, wenn man morgens nicht aus dem Bett komme, müsse man eigentlich den ADAC anrufen, dass man liegen geblieben sei. Gröning kam so gut an, dass das Publikum Zugaben wollte.

    Am Ende des Abends kamen noch einmal alle Akteure gemeinsam für eine Musik-Improvisation auf die Bühne, die allen sichtlich großen Spaß bereitete. Danach gab es stürmischen Applaus für das Quartett und eine gelungene Distelhäuser Lachnacht.

    Lebensmittelchemiker Emir Puyan Taghikhani.
    Lebensmittelchemiker Emir Puyan Taghikhani. Foto: Uwe Büttner
    Die rheinische Frohnatur Heinz Gröning hatte seine Gitarre dabei.
    Die rheinische Frohnatur Heinz Gröning hatte seine Gitarre dabei. Foto: Uwe Büttner
    Jochen Falck unterhielt sein Publikum mit Humor und Akrobatik.
    Jochen Falck unterhielt sein Publikum mit Humor und Akrobatik. Foto: Uwe Büttner
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    Bearbeitet von Uwe Büttner

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