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    Großrinderfeld

    Waldgrundstücke sollen neu aufgeteilt werden

    Die Teilnehmer der Flurbereinigung Großrinderfeld (Wald) bei der Erstellung eines Nutzungskonzepts. Foto: Sebastian Klinger

    Zur Flurneuordnung Großrinderfeld (Wald) fand kürzlich eine Informationsveranstaltung in der Turn- und Sporthalle in Großrinderfeld statt. Dabei wurde laut einer Pressemitteilung den Grundstückseigentümern, die an der Flurneuordnung beteiligt sind, sowie den Bürgern die Möglichkeit gegeben, aktiv bei der Neugestaltung des Flurneuordnungsgebiets mitzuwirken. Der Einladung des Landratsamts Main-Tauber-Kreis waren rund 50 Interessierte gefolgt. Der Vorstandsvorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Klaus Bethäuser eröffnete die Veranstaltung. Danach erläuterte der Leitende Ingenieur des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes Jörg Hammerl den geplanten Ablauf der Informationsveranstaltung und stellte den für das Verfahren mitverantwortlichen Ausführenden Ingenieur Sebastian Klinger vor.

    Nach der Erläuterung des aktuellen Verfahrensstands und der geplanten Verfahrensschritte für das Jahr 2019 ging Jörg Hammerl auf die Chancen für die Waldbesitzer aus Großrinderfeld und Gerchsheim ein. Durch die Flurneuordnung bestehe die Möglichkeit, mittels eines hohen Zusammenlegungsgrads die Schaffung großer und gut geformter Grundstücke zu bewirken. Das stellt das Flurneuordnungsamt, gerade in einer Waldflurneuordnung, vor gewisse Herausforderungen. Unter anderem ein Grund dafür sind die unterschiedlichen Waldbestände, welche wieder entsprechend des Einlagewerts der Teilnehmer aufgeteilt werden müssen.

    „Für das Gelingen der Flurneuordnung in Großrinderfeld sind wir auf die Bereitschaft der Grundstückseigentümer angewiesenen, einen hohen Zusammenlegungsgrad zu wollen“, erklärt Jörg Hammerl. „Wir können nicht jeden lieb gewonnen Baum wieder dem ursprünglichen Eigentümer zuteilen, das würde bedeuten, dass wir wieder klein parzellierte Flurstücke schaffen würden“, sagte Hammerl weiter.

    Ein weiteres Ziel der Flurneuordnung sei die Erschließung der Flurstücke durch ein leistungsfähiges Wegenetz sowie die Auflösung von Miteigentum, um dadurch klare Eigentumsverhältnisse zu schaffen. Die neuen Flurstücksgrenzen werden im Wald mit Grenzzeichen abgemarkt. Dies ermöglicht das Erkennen der Eigentumsverhältnisse in der Örtlichkeit.

    Durch Zusammenlegung und Erschließung könnten Arbeitszeit und Kosten eingespart sowie die Holznutzung und -vermarktung gesteigert werden. Dadurch erfahren die Grundstücke in der Regel eine Wertsteigerung.

    Im Anschluss an die Ausführungen erstellten die Teilehmer in einer Art Workshop ein Nutzungskonzept. Hauptbestandteil ist die Konzeption eines Wegenetzes aus der Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Für das Flurneuordnungsamt ist es wichtig, die örtlichen Kenntnisse der Waldbewirtschafter in das zukünftige Wegenetz mit einfließen zu lassen. Das Konzept wird zu Planungszwecken verwendet und stellt keine verbindliche Planung dar“, sagte Jörg Hammerl.

    Bearbeitet von Helmut Hickel

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