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    Gerchsheim

    Warum medizinische Hilfe in Gerchsheim jetzt schneller kommt

    Bei der Übergabe der neuen Erstversorgungskoffer und des Defibrillators (von links): stellvertretender Ortsvorstand Peter Weingärtner, stellvertretender Ortsvorsitzender DRK Tauberbischofsheim Gerhard Mohr, Max Braun (Sparkasse Tauberfranken), Kreisgeschäftsführerin DRK Manuela Grau, Sabine Stephan, Madlen Wolf, Martina Schmitt (alle HvO Gerchsheim), Bürgermeisterin Anette Schmidt, stellvertretende Ausbildungsleiterin DRK Alexa Müssig, Kreisbereitschaftsleiterin DRK Manuela Döhner, Leiter Marketing und Kommunikation Volksbank Main Tauber Tilmann Farbig. Foto: Matthias Ernst

    Jetzt hat auch Gerchsheim eine Gruppe von Menschen, die sich als Helfer vor Ort (HvO) für die Gesunderhaltung der Bevölkerung verschrieben hat. Insgesamt fünf Personen sind vom Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Tauberbischofsheim ausgebildet worden, um Erste Hilfe zu leisten bis ein Rettungswagen mit Notarzt eintrifft. Madlen Wolf, Sabine Stephan und Martina Schmitt haben zusammen mit ihren männlichen Kollegen Tobias Pfau und Christoph Igerst schon vor längerer Zeit erkannt, dass die Hilfe aus Tauberbischofsheim zu lange dauert, um im Notfall Menschenleben in Gerchsheim zu retten. Man ist einfach zu weit von der großen Kreisstadt entfernt.

    Die Amtshilfe des Rettungsdienstes aus dem bayerischen Kist oder Altertheim klappt auch nicht immer reibungslos, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Also gründen wir eben unsere eigene schnelle Hilfe, waren sich die fünf einig. Sie sind schon lange beim Roten Kreuz engagiert und bildeten sich in mehreren Monaten zu Helfern vor Ort weiter. Beim Ortsverband in Tauberbischofsheim war man froh über die Eigeninitiative, aber was noch fehlte, war eine entsprechende Ausrüstung für die ehrenamtlich Tätigen.

    Unterstützung fand die Truppe bei der Gemeindeverwaltung und Bürgermeisterin Anette Schmidt. Sie stellte den Kontakt zur Sparkasse Tauberfranken her, die sich zu einer Spende zweier Notfallkoffer bereiterklärte. Ein dritter wird von der Gesamtgemeinde Großrinderfeld übernommen. Nun ist man gut gerüstet für alle möglichen Notfälle, egal ob Unfall oder Schnittverletzung oder noch schwereres.

    Was jetzt noch fehlte, war ein Defibrillator. Dieser kann im Fall eines Herzstillstandes durch gezielte Stromstöße das Herz wieder "anschieben". Hier fand man mit der Volksbank Main Tauber einen Partner, der ein entsprechendes Gerät sponserte. Es hängt in der Geschäftsstelle in Gerchsheim direkt gegenüber der Kirche und ist das erste Gerät, das in Großrinderfeld installiert wurde. So ein Defibrillator sei kinderleicht zu bedienen, so Alexa Müssig, stellvertretende Ausbildungsleiterin beim DRK Tauberbischofsheim. Er ist immer dann im Einsatz, wenn der Herzstillstand durch eine Herzdruckmassage nicht wieder behoben werden kann. Der Defibrillator steht nicht nur den HvO zur Verfügung, sondern kann von allen Helfern, also den Bürgern der Gemeinde eingesetzt werden. Wie Bürgermeisterin Schmidt bei der Übergabe betonte, sollen auch in den anderen Ortsteilen von Großrinderfeld solche Geräte nach und nach installiert werden.

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