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    Grünsfeld

    Wie die Stadt Grünsfeld ihr Jubiläumsjahr feiert

    Bürgermeister Joachim Markert und Mitarbeiterin Christina Wenz präsentieren die Flyer mit dem Jahresprogramm zum 700-jährigen Jubiläum der erstmaligen Erwähnung als Stadt im Jahr 1320. Foto: Matthias Ernst

    2020 feiert die Stadt Grünsfeld ihre erstmalige Erwähnung als "stad" vor 700 Jahren. In einer Urkunde aus dem Jahr 1320 wird die Stadt in einem Vertrag von Markgraf Rudolf Hesso von Baden und seinem Onkel Graf Ludwig von Rieneck der Ältere als "stad Grunsfeld" genannt. Grund genug für Stadtverwaltung und Vereine, das Jubiläum groß zu feiern. Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen, so Bürgermeister Joachim Markert und seine Mitarbeiterin Christina Wenz bei der Vorstellung des Jahresprogramms. Auf insgesamt acht Seiten werden in einem Flyer knapp 70 Veranstaltungen aufgeführt. Mit dabei ist nicht nur Grünsfeld selbst, sondern auch die Ortsteile und die beiden Partnerstädte Pfreimd und Leuchtenberg. Die Hauptorganisation hängt zwar an der Stadt, so Wenz, aber meist sind es die örtlichen Vereine, die die Bewirtung oder Durchführung übernehmen.

    Theater und Konzert

    Ein Höhepunkt wird der Auftritt des Landestheater Oberpfalz am 31. Juli auf der Naturbühne hinter dem Zehntgebäude mit dem Stück Amadeus sein, so Bürgermeister Markert. Die Heimat des Theaters ist Leuchtenberg. An den letzten Auftritt der Truppe Anfang dieses Jahrtausends können sich sowohl in Grünsfeld als auch in Leuchtenberg noch viele erinnern.

    "Alle Veranstaltungen, die wir uns gewünscht haben, finden statt", freuen sich Markert und Wenz. So auch das Konzert mit Helena Goldt. Die aus Kasachstan stammende Sängerin ist in Grünsfeld aufgewachsen, lebt mittlerweile allerdings in Berlin. Mit ihrer ausdrucksvollen Stimme singt sie sowohl russische Lieder, als auch deutsche Schlager der 20er Jahre. Sie wird ihren Auftritt am 14. März im Rienecksaal haben.

    Drei Ausstellungen geplant

    Am 21. März findet dann der Festkommers Stadtjubiläum statt. Dabei wird eine von drei vorgesehenen Ausstellungen eröffnet. Sie beschäftigt sich mit dem Leben der Familie von Rieneck. Viele Leihgaben ergänzen die reiche Sammlung an Stücken, die sich bereits im Stadtmuseum befinden. Die Ausstellung startet offiziell am 22. März und endet am 29. März.

    Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit dem jüdischen Leben in Grünsfeld, das fast vollständig in Vergessenheit geraten ist. Beginn ist am 2. Oktober. Die dritte Ausstellung wird zusammen mit dem Frankenbund veranstaltet. Der Frankenbund feiert im Jahr 2020 sein 100-jähriges Bestehen und hat sich auch nach Tauberfranken ausgedehnt. Bis zur Gebietsreform von Napoleon war auch Grünsfeld noch Teil des Frankenlandes, erläuterte Joachim Markert. Die Ausstellung unter dem Titel: "Franken um 1920" ist vom 24. Oktober bis zum 15. November im Rienecksaal zu sehen.

    Rundwanderweg verbindet

    Ein verbindendes Element mit den Ortsteilen ist der Rundwanderweg mit Sehenswürdigkeiten weit über die Stadt Grünsfeld hinaus. Die Ortsteile bringen sich stark in das Jubiläumsjahr ein. Kützbrunn feiert 2020 sein 900-jähriges Bestehen und die Krensheimer Musikanten ihr 70-jähriges Bestehen (24. bis 27. Juli). Groß gefeiert wird auch das Stadtfest in Grünsfeld vom 20. bis 21. Juni. Eine Woche vorher findet ein Openair-Kino hinter der Zehntscheune statt.

    Informationen über alle Termine im Flyer, der in vielen Geschäften und Rathäusern ausliegt oder auf der Homepage der Stadt.

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