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    Lauda-Königshofen

    Wo kann ein Hund frei laufen und was passiert mit Hundehaufen?

    Wer mit seinem Hund Gassi geht, muss Regeln und Vorschriften beachten. Die Stadt Lauda-Königshofen informiert Hundehalter über ihre Pflichten und gibt Tipps, so dass ein harmonisches Miteinander von Menschen und Hunden gelingen kann.
    Wer mit seinem Hund Gassi geht, muss Regeln und Vorschriften beachten. Die Stadt Lauda-Königshofen informiert Hundehalter über ihre Pflichten und gibt Tipps, so dass ein harmonisches Miteinander von Menschen und Hunden gelingen kann. Foto: Jens Büttner, dpa

    In einer neuen Informationskampagne hat die Stadt Lauda-Königshofen Tipps und Pflichten für Hundehalter vorgestellt. Darüber informiert sie in einer Pressemitteilung. Dass ein harmonisches Miteinander von Menschen und Hunden gelingt, ist es wichtig, diverse Regeln einzuhalten. Sie sollen für einen verantwortungsbewussten Umgang sensibilisieren.

    Hundehalter sind oft unsicher, wo ein Hund an die Leine muss. Es gilt: Die Leinenpflicht besteht in bebauten Bereichen auf öffentlichen Straßen und Wegen.

    Wo kann ein Hund frei laufen und wo darf er das nicht?

    Auch außerhalb von bebauten Bereichen darf ein Halter seinen Hund nur dann frei laufen lassen, wenn er durch seine Zurufe noch auf das Tier einwirken kann. Er sollte den Hund zu sich rufen und anleinen, wenn andere Menschen ihm begegnen. Das gilt besonders bei Kindern, Joggern, Radfahrern oder Menschen, die selbst Tiere mitführen.

    Im Wald darf ein Halter seinen Hund nur dann frei laufen lassen, wenn er ihm zuverlässig gehorcht. Ansonsten ist der Hund an der Leine zu führen. Hunde, die erkennbar dem Wild nachstellen und es gefährden können, müssen aber in jedem Fall angeleint bleiben.

    Generell unerwünscht sind Hunde auf Kinderspielplätzen, Privatwegen und auf Flächen, die durch den Grundstückseigentümer gesperrt sind. Auch landwirtschaftliche Flächen während der Nutzzeit und gesperrte Forstkulturen oder Forstpflanzgärten sind für Hunde tabu.

    Hundekot ist vom Halter unverzüglich zu beseitigen

    Auf Gehwegen, Straßen, Wanderwegen, Grün- und Erholungsanlagen sowie auf Flächen, die der Freizeit und dem Sport dienen, gilt für Hundehalter eine gesonderte Rücksichtnahme. Hier darf der Hund auf keinen Fall sein Geschäft verrichten. Passiert es dennoch, ist der Hundekot unverzüglich vom Halter zu beseitigen. 

    Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen werden häufig Futtermittel angebaut, die dann aus Gesundheitsaspekten bestimmten Auflagen unterliegen. Dort gilt besondere Achtsamkeit. Aber was ist zu zun, wenn "es" trotzdem passiert?

    Verrichtet ein Hund sein "großes Geschäft" versehentlich auf öffentlichen Flächen, stellt das für alle Bürger ein großes Ärgernis dar. Auch Hundekot auf privaten oder öffentlichen Grünflächen sowie auf Äckern ruft oft völlig zurecht Unmut hervor.

    Wer Hundehaufen nicht entfernt, dem droht eine Geldbuße

    Hundehalter sollten beim Gassi gehen darauf achten, wo die Tiere ihre "Haufen" hinterlassen. Denn wer die "Hinterlassenschaften" seines Hundes nicht beseitigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden kann.

    Die Stadt Lauda-Königshofen hat an zahlreichen Standorten "Hundetoiletten" installiert. Sie enthalten kleine Beutels, mit dem man den Kot des Vierbeiners schnell und hygienisch aufnehmen und im integrierten Mülleimer entsorgen kann.

    Zugleich empfiehlt es sich für Hundehalter, solche Tüten stets mitzuführen, um den Kot bei Bedarf aufnehmen zu können. Die Entsorgung kann mit dem Hausmüll erfolgen. Entsprechende Beutel gibt es im Fachhandel, zudem bietet die Stadtverwaltung in Lauda an, dass kostenlose Beutel in Zimmer 107 im Rathaus abgeholt werden können.

    Ein gutes Miteinander setzt Verhaltensregeln voraus

    Vor einigen Monaten wurden in Lauda-Königshofen mehrere Hundekotbeutel achtlos in Gullys geworfen. Den Verursachern war nicht bewusst, dass dadurch die Rohre verstopfen können und somit bei Starkregen der Wasserabfluss verhindert wird. Das beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern es entstehen auch hohe Entsorgungskosten.

    Andreas Buchmann, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit bei der Stadt Lauda-Königshofen und selbst Hundehalter, sagt: "Das Miteinander von Bürgern, Hundehaltern und Hunden setzt Verhaltensregeln voraus. Wir wollen mit dieser Kampagne für mehr Verständnis werben und freuen uns, wenn jeder hierzu seinen Beitrag leistet."

    So funktioniert das Miteinander von Mensch und Hund
    Respekt: Nicht jeder Mensch ist ein Hundefreund und manche Menschen haben Angst vor Hunden. Der "Verband für deutsches Hundewesen" bietet über seine angeschlossenen Hundevereine Kurse zur Erziehung eines Hundes an, zum Beispiel eine Welpenschule oder Begleithunde-Ausbildung.
    Kampfhunde: Für Kampfhunde und gefährliche Hunde gemäß der Polizeiverordnung über das Halten von gefährlichen Hunden gelten besondere Vorschriften. Auskünfte geben die Mitarbeiter im Sachgebiet "Öffentliche Sicherheit und Ordnung".
    Landwirtschaft: Hundekot kann Erntegut verunreinigen und das zur Gesundheitsschädigung von Vieh und Menschen führen. Der Hund sollte deshalb seine Notdurft nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verrichten. Während der Nutzzeit ist zudem das Betreten von landwirtschaftlichen Flächen verboten.
    Wenn volle Hundekotbeutel unsachgemäß in Gullys entsorgt werden, beeinträchtigt das nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Umwelt.
    Wenn volle Hundekotbeutel unsachgemäß in Gullys entsorgt werden, beeinträchtigt das nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Umwelt. Foto: Stadt Lauda-Königshofen
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    Bearbeitet von Jürgen Sterzbach

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