• aktualisiert:

    GRÜNSFELD

    Zwischen Hoffen und Bangen

    Zwischen Hoffen und Bangen schwankte die Stimmung bei der Jahreshauptversammlung des Fußballclubs im Sportheim. Für die erste und zweite Mannschaft ging es jeweils um den Klassenerhalt.

    Was war das für ein Jubel im vergangenen Jahr. „Wir haben drei große Siege eingefahren“, blickte Lothar Derr zurück. Der Vorsitzende erinnerte an den Aufstieg der ersten und zweiten Mannschaft. Hinzu kam der Pokalsieg. In dieser Saison riss die Erfolgssträhne. Beiden Mannschaften droht der Wiederabstieg. Entsprechend zurückhaltend äußerten sich die Verantwortlichen bei der Jahreshauptversammlung.

    Dem von Schriftführerin Nadine Bamberger zusammengestellten Bericht waren die Aktivitäten des Vorstandes zu entnehmen. Dessen Mitglieder trafen sich, um den laufenden Spielbetrieb im Jugend- und Seniorenbereich zu besprechen. Ein Dauerthema war auch die Unterhaltung und Sanierung des Sportgeländes. Schließlich galt es, Veranstaltungen zu planen und vorzubereiten.

    Valentina Derr stellte die Aktivitäten der Turnabteilung vor. Die reichen vom Eltern-Kind-Turnen über Tanzformationen bis zum Wettkampfturnen. Auch für die Senioren gibt es Angebote. Die Jugendgruppen absolvierten diverse Wettkämpfe, beim Landeskinderturnfest und beim Gaukinderturnfest war man vertreten. Sein Können präsentierte der Turnernachwuchs bei der Grünsfelder Gewerbeschau und der Seniorenfeier.

    Einen Einblick in die Jugendarbeit gab Peter Gaspar. Er übt das Amt derzeit kommissarisch aus. Acht Jugendmannschaften mit insgesamt 120 Kindern und Jugendlichen nehmen seinen Angaben zufolge in der aktuellen Saison am Spielbetrieb teil. Mit dem FV Lauda, dem SV Wittighausen und dem SV Zimmern ist man Spielgemeinschaften eingegangen.

    Große sportliche Erfolge konnten die Jugendmannschaften, so Gaspar, nicht verzeichnen. Zuversichtlich ist er allerdings für die kommende Saison. Allein für die A-Jugend stehen 40 Kicker zur Verfügung. Zwei Mannschaften sollen an den Start gehen.

    Kleinere Brötchen backen mussten die beiden Seniorenmannschaften. Nach dem neunten Spieltag waren nur vier Punkte auf der Habenseite. Mit Stefan Braun und Marco Schenk übernahm ein neues Trainerduo die Verantwortung. In der Winterpause kamen Chris Moschüring und Vedran Celiscak als Neuzugänge. Mit ihnen sammelte die Mannschaft 24 Punkte in der Rückrunde und darf sich Hoffnungen machen, die Klasse zu halten.

    Für die neue Saison laufen die Planungen bereits. Das Duo Braun/Schenk will weitermachen. Auch Chris Moschüring bleibt. Vedran Celiscak und Christoph Schenk verlassen den Verein.

    Ähnlich problematisch verlief die Saison für die zweite Mannschaft. Trainer Uwe Withopf hatte regelmäßig Ausfälle zu beklagen. „Wir konnten nie zweimal nacheinander mit derselben Aufstellung auflaufen.“ Zudem musste er auch regelmäßig Spieler für die erste Mannschaft abstellen.

    Der Aufstieg in die höhere Spielklasse machte sich auch in der Vereinskasse bemerkbar. Weil mehr Zuschauer den Weg ins Stadion fanden, stiegen auch die Einnahmen. Das freute Kassierer Christian Barthel. Einnahmen erzielte der Verein auch durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die seien nach Barthels Angaben auch nötig, um die Kosten für das Sportheim und den Spielbetrieb aufbringen zu können.

    „Ganz Grünsfeld drückt dem FC die Daumen“, meinte Joachim Markert. Der Bürgermeister wünschte der ersten und zweiten Mannschaft Erfolg in den entscheidenden Spielen am Saisonende.

    Der Klassenerhalt ist für Verantwortliche und Fans des FC Grünsfeld auch aus einem anderen Grund eine Herzensangelegenheit. 2019 feiert der Verein seinen hundertsten Geburtstag. Zum Jubiläum will man den Abstieg tunlichst vermeiden. Ein Festausschuss mit Jürgen Rothmeyer an der Spitze hat sich bereits gebildet. Geplant ist ein großes Fest vom 12. bis zum 15. Juli 2019.

    „Das wird eine Mammutaufgabe“, räumte Lothar Derr ein. Der Tradition fühle man sich aber verpflichtet. Um das Fest stemmen zu können, sind viele Helfer vonnöten. Derr appellierte an die Vereinsmitglieder, den Urlaub im kommenden Jahr zu planen. Denn: „Alle müssen mithelfen.“

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!