• aktualisiert:

    Lauda-Königshofen

    CDU will Kompostplatz für Lauda-Königshofen

    „Der Landkreis wird ersucht, in der Stadt Lauda-Königshofen einen Kompostplatz einzurichten. Die Stadt Lauda-Königshofen wird das Vorhaben aktiv unterstützen und bei der Suche eines geeigneten Grundstückes helfen“, so ein aktueller Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktion. Wie der Fraktionsvorsitzende Marco Hess weiter mitteilt, sei man nach vielen Gesprächen auch mit Bürgern und Nebenerwerbslandwirten in der Idee für den Antrag bestärkt worden.

    „Der Lagerplatz für Grünschnitt, der in Beckstein existierte, diente der Weinwirtschaft und der Landwirtschaft über Jahrzehnte und ermöglichte eine schnelle und preiswerte Entsorgung von Grünschnitt aus der Landwirtschaft“, so Hess. Dieser Lagerplatz werde jetzt geschlossen. Er war nur geduldet und ohne Genehmigung. Ein anderer Lagerplatz ist unter den heutigen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Landschaftsschutzgebiet nicht vorstellbar.

    „Lauda-Königshofen ist das weinwirtschaftliche Zentrum des Main-Tauber-Kreises mit über 300 Hektar Weinbau“, unterstreicht Fraktionsvize und Stadtrat Dominik Martin den Antrag. „Außerdem besitzen über 35 Betriebe Brennrechte und verarbeiten Obst zu Destillaten“, so der Becksteiner Ortsvorsteher und Stadtrat Philipp Hahn. „Schnelle, unkomplizierte Entsorgung von Grünschnitt aus der Landwirtschaft und den privaten Hausgärten ist in unserem ländlichen Raum daher eine unerlässliche Dienstleistung“, fügte Stadträtin Dorothee Walter hinzu. In der geographischen Mitte des Main-Tauber-Kreises bestehe kein Kompostplatz. Ebenso wurde die Grüngutannahme bei der Firma MDM Transporte auf Grund von übertriebener Auflage des Umweltschutzamtes vor Jahren geschlossen.

    „Für die Stadt Lauda-Königshofen fallen keine Kosten an. Die Entsorgung von Abfällen ist alleinige Aufgabe der kreiseigenen AWMT“, so die Auffassung von Marco Hess. „Eine umweltfreundliche Entsorgung mit kurzen Wegen und die Einsparung von Fahrzeit mit Schleppern und Pkws wirkt sich dann positiv aus“, so Hess. Es wird wertvoller Kompost erzeugt, der der Landwirtschaft und dem Gartenbau wieder zur Verfügung steht.

    Zwischenzeitlich hat das Landratsamt mit einem ersten Schreiben die Anfrage der Stadt Lauda-Königshofen auf den Antrag der CDU hin mit einer kurzen Zwischeninformation beantwortet. Die AWMT habe die Angelegenheit dem Landrat vorgetragen und wird diese Thematik nach der Sommerpause prüfen.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Tauber-Newsletter!

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!