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    Tauberbischofsheim

    Corona trifft Handwerksbetriebe in der Region

    Die Corona-Krise hat das Handwerk in der Region laut einer Pressemitteilung in Mitleidenschaft gezogen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer.

    "Dabei sind die verschiedenen Gewerke ganz unterschiedlich betroffen", erklärt Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Während Bau-, Ausbau- und Dienstleistungsbetriebe bisher meist wenig Auswirkungen spürten, habe sich die Geschäftslage bei den meisten anderen Gewerken deutlich verschlechtert.

    Betriebe sind verunsichert

    "Auch wenn Vieles inzwischen gelockert wurde, sind wir vom Normalbetrieb noch weit entfernt", so Bopp. Durch das Umsetzen der Hygiene- und Arbeitsschutzvorgaben, unterbrochene Lieferketten, unterbesetzte Verwaltungen und wegbrechende Aufträge könne der Umsatz des Vorjahres meist nicht mehr erreicht werden. "Viele Betriebe sind deshalb stark verunsichert, was die Zukunft bringt."

    Immerhin knapp die Hälfte der befragten Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage laut Pressemitteilung im zweiten Quartal mit gut (46,7 Prozent, Vorjahr: 87,5 Prozent). Bei einem Viertel der Handwerker liefen die Geschäfte schlecht (23,6 Prozent, Vorjahr: 0,7 Prozent).

    Bei 23 Prozent der Betriebe sind die Aufträge im zweiten Quartal trotz Corona gestiegen (Vorjahr: 35,3 Prozent). Weniger Aufträge verzeichneten 41 Prozent der Befragten (Vorjahr: 8,8 Prozent).

    Niedrigere Beschäftigungszahl

    Die Umsätze der Handwerker lagen im zweiten Quartal deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Nur 18,1 Prozent der Befragten konnten steigende Umsätze verzeichnen (Vorjahr: 30,5 Prozent). Dagegen hatten 38,2 Prozent mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen (Vorjahr: 4,7 Prozent).

    Auch die Zahl der Beschäftigten in den Handwerksbetrieben der Region hat sich laut Pressemitteilung verringert. Mehr Mitarbeiter gab es im zweiten Quartal 2020 nur bei knapp 5 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 14,8 Prozent). Weniger Mitarbeiter beschäftigten 14,7 Prozent der Befragten (Vorjahr: 6 Prozent).

    Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Umfrage sind als Konjunkturbericht im Internet abrufbar unter www.hwk-heilbronn.de/konjunktur.

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    Bearbeitet von Aaron Niemeyer

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