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    Bad Mergentheim

    Schülern fehlen digitale Endgeräte

    Die Übergabe der gebrauchten Notebooks im Gruppenbild: (von links) die beiden Vorstandsmitglieder der Grünen Bad 

Mergentheim, Jonas Grzesiak und Teresa Rosenitsch, sowie Schulleiterin 

Nicole Floeder und Schulsozialarbeiterin Sevim Karakoc von der 

Eduard-Mörike-Schule.
    Die Übergabe der gebrauchten Notebooks im Gruppenbild: (von links) die beiden Vorstandsmitglieder der Grünen Bad Mergentheim, Jonas Grzesiak und Teresa Rosenitsch, sowie Schulleiterin Nicole Floeder und Schulsozialarbeiterin Sevim Karakoc von der Eduard-Mörike-Schule. Foto: Thomas Tuschhoff

    Die Corona-Pandemie habe die Defizite Deutschlands bei der Digitalisierung im Bildungswesen besonders deutlich werden lassen, heißt es in einer Pressemitteilung. "Etwa ein Drittel unserer Schülerinnen und Schüler haben kein geeignetes digitales Endgerät, um am Fernunterricht teilnehmen zu können", schätzen Schulleiterin Nicole Floeder und Schulsozialarbeiterin Sevim Karakoc von der Bad Mergentheimer Gemeinschaftsschule.

    Vorhanden sei vielfach bestenfalls ein Smartphone, mit dem man aber keine von der Schule verschickten Arbeitsblätter bearbeiten könne. "In manchen Familien mit mehreren Kindern ist nur ein Gerät vorhanden, mit dem auch noch die Eltern im Homeoffice arbeiten müssen", so Floeder.

    Die Folge dieser schlechten Ausstattung sei, dass unter Corona-Bedingungen die Schere zwischen den Kindern noch weiter auseinander gehe als zuvor. Zu einigen ihrer Schülerinnen und Schüler sei der Kontakt vollkommen abgerissen, auch Versuche, mit Anrufen oder Briefen in Kontakt zu treten, seien teilweise erfolglos geblieben. Es sei zu befürchten, dass sie während der gesamten Zeit der Schulschließung wenig hinzu gelernt haben. Von gleichen Schwierigkeiten berichteten Gabriele Bachem-Böse und Werner Fritz von der Jugendhilfe Creglingen in einer Videokonferenz mit der Grünen-Bundestagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel.

    Notebooks für das Home-Schooling

    Die Grünen Bad Mergentheim nahmen diese Erfahrungsberichte zum Anlass, um nach Lösungen zu suchen, heißt es in der Pressemitteilung. Es gelang ihnen, an einige ausgemusterte, aber noch funktionstüchtige Notebooks zu kommen und diese für das Home-Schooling komplett neu einzurichten.

    Die Ortsvorstandsmitglieder Teresa Rosenitsch und Jonas Grzesiak konnten diese Geräte nun an Nicole Floeder und Sevim Karakoc von der Eduard-Mörike-Schule in Bad Mergentheim sowie an Gabriele Bachem-Böse von der Jugendhilfe Creglingen übergeben. Drei Geräte sind über den Arbeitskreis Asyl darüber hinaus an Flüchtlingskinder gegangen. Das sei zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, weil der Bedarf damit bei weitem noch nicht gedeckt werden könne, solle aber wenigstens die dringendsten Probleme lösen.

    Die Gemeinderatsfraktion der Grünen habe zudem angeregt, Schülerinnen und Schülern ohne eigenes Endgerät die Personalcomputer der Volkshochschule und des Jugendhauses unter Beachtung der Hygiene-Vorschriften für den Fernunterricht zugänglich zu machen. Solange das Programm des Landes noch nicht umgesetzt sei, Kindern ohne entsprechende Ausstattung digitale Endgeräte leihweise zur Verfügung zu stellen, könne es helfen, wenn Bürgerinnen und Bürger ausgediente, aber noch funktionierende Rechner zur Verfügung zu stellen.

    Digitalisierung vorantreiben

    Die Lehre aus den Corona-Erfahrungen müsse sein, die Digitalisierung mit Hochdruck voranzutreiben, damit unser exportorientiertes Land im internationalen Wettbewerb nicht abgehängt werde.

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    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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