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    Niederstetten

    Wachablösung bei den SAR-Fliegern in Niederstetten

    Freuen sich über ein pünktliches und kostenstabiles Beschaffungsprojekt (von links) Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Oberst Peter Göhringer und Generalleutnant Alfons Mais.
    Freuen sich über ein pünktliches und kostenstabiles Beschaffungsprojekt (von links) Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Oberst Peter Göhringer und Generalleutnant Alfons Mais. Foto: Peter Straub, Bundeswehr

    In kleinem Rahmen, den Corona-Bedingungen angepasst, wurde am Heeresflugplatz Niederstetten das erste von drei SAR-Kommandos auf den Hubschrauber vom Typ Airbus H145 umgerüstet. Damit verfügen die Bundeswehr-Besatzungen über den modernsten Rettungshubschrauber in seiner Klasse.

    „So sollte eigentlich jede Woche beginnen, strahlender Sonnenschein und ein erfolgreiches Beschaffungsprojekt“, freute sich der für die Ausrüstung in der Bundeswehr verantwortliche Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium, Vizeadmiral Carsten Stawitzki. Er war in Vertretung der Verteidigungsministerin nach Niederstetten gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Drei Monate vor dem eigentlichen Liefertermin begann im Dezember 2019 die Auslieferung des ersten von sieben neuen Rettungshubschraubern. Ein halbes Jahr später sind nun alle Maschinen an die Bundeswehr übergeben, und die ersten Besatzungen einsatzbereit. In Niederstetten, beim Transporthubschrauberregiment 30, wurde nun das erste von drei SAR-Kommandos mit dem neuen Hubschrauber in Dienst gestellt.

    Kommt nun eine Alarmierung, hebt nicht mehr die 50 Jahre alte Bell UH-1D von der Plattform ab, sondern der moderne Airbus H145. Die Maschine ist mit den neuesten Such- und Rettungsmitteln ausgestattet und damit auch voll nachtflug- und nachtsuchfähig. Anwesend waren auch der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, der Divisionskommandeur der „Division Schnelle Kräfte“, Generalmajor Andreas Hannemann mit seinem Stellvertreter Brigadegeneral Andreas Pfeifer, sowie Brigadegeneral Ulrich Ott, der General der Heeresflieger.

    Einsatz des "Teppichklopfers" ist Geschichte

    Generalleutnant Mais freute sich über die neuen Hubschrauber und verband damit ein Aufbruchssignal für die Heeresflieger, um für junge Menschen attraktiv zu sein, die Rettungsflieger werden wollen. Bis Mitte 2021 werden die beiden weiteren SAR-Kommandos in Nörvenich und Holzdorf auf den neuen Hubschrauber umgerüstet. Dann ist die Einsatzzeit der Bell UH-1D in der Bundeswehr beendet, und das markante Rotorengeräusch des „Teppichklopfers“ endgültig Geschichte.

    Für das Transporthubschrauberregiment 30 ist die Einführung des neuen Rettungshubschraubers ein weiterer Schritt in Richtung Modernisierung. Der Regimentskommandeur, Oberst Peter Göhringer, betonte, dass neben dem SAR-Auftrag auch der Truppentransport mit dem mittleren Transporthubschrauber NH90 steht. Hier sind aktuell 22 der vorgesehenen 32 Maschinen an den Heeresfliegerverband ausgeliefert. Damit fliegen zukünftig zwei der modernsten Hubschraubermuster vom Flugplatz Niederstetten aus.  

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    Bearbeitet von Lena Berger

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