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    Großrinderfeld

    Wie sich die Verzinsung bei der Preisberechnung auswirkt

    Kreative Sitzordnung in Zeiten der Abstandsregelung im Großrinderfelder Gemeinderat: Anders als üblich saß man sich dieses Mal nicht in einem U gegenüber, sondern wie bei einer Prüfung hintereinander versetzt. 
    Kreative Sitzordnung in Zeiten der Abstandsregelung im Großrinderfelder Gemeinderat: Anders als üblich saß man sich dieses Mal nicht in einem U gegenüber, sondern wie bei einer Prüfung hintereinander versetzt.  Foto: Matthias Ernst

    Jüngst hat der Gemeinderat sich mit der Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren beschäftigt und eine Erhöhung für das Jahr 2020 beschlossen. Dabei gab es unterschiedliche Ansichten, wie die kalkulatorische Verzinsung in die Gebührenberechnung einfließen müssen. Unterschiedliche Zinssätze wurden da genannt, die Kämmerer Werner Horn der zukünftigen Berechnung durch eine Fachfirma zugrunde legen soll.

    Das Thema sei zu komplex, als dass es die Gemeinde selbst berechnen könnte, erläuterte Horn auf Nachfrage von Heiko Wülk. Deshalb ziehe die Gemeinde schon seit Jahren eine Fachfirma zur Berechnung der zukünftigen Gebühren hinzu. In diesem Fall geht es um die Berechnung der Gebühren für die Jahre 2021 bis 2022.

    Hier lag dem Gemeinderat ein Angebt der Firma Schmidt & Häuser vor, die die Dienstleistung zu einem Angebotspreis von 10 115 Euro erbringen wollen. Der Gemeinderat machte für die Neuberechnung zur Auflage, dass unterschiedliche Sichtweisen der kalkulatorischen Abschreibung berücksichtigt werden müssen. Welches Verfahren dann angewandt wird, darüber entscheide der Gemeinderat nach Fertigstellung der Unterlagen. Darauf einigte man sich einstimmig.

    Straßenbeleuchtung für das Baugebiet "Knauer II

    Ebenso einstimmig ging es bei der Vergabe der Straßenbeleuchtung für das Baugebiet "Knauer II" und bei der Sanierung der Kleinrinderfelder Straße mit den Seitengassen zu. Beide Aufträge gingen an die Netze BW, einmal zum Angebotspreis von knapp 17 400 Euro, das andere Mal zum Angebotspreis von rund 40 000 Euro.

    Etwas verwundert war Bürgermeister Johannes Leibold, dass im Rathaus noch keine Möglichkeit einer Softwarelösung für Fernzugriffe auf das hauseigene Netzwerk möglich sind. Nicht nur aus diesem Grund beschloss der Gemeinderat einstimmig die Anschaffung einer entsprechenden Software für 3213,30 Euro bei der Firma MR-Datentechnik. Sie dient dazu, dass Mitarbeiter mit gemeindeeigenen Laptops von zu Hause arbeiten können, als wären sie im Rathaus. Dies sei nicht nur zu Zeiten von Corona sehr sinnvoll, erläuterte der Bürgermeister.

    Wenn Rathausmitarbeiter von daheim aus arbeiten

    Ralf Schieß wollte wissen, ob das auch die Software sei, über die Gemeinderäte zukünftig digital auf Inhalte im Rathaus zurückgreifen können. Dies verneinte Leibold. Hierfür gebe es andere Lösungen wie ein Ratsinformationssystem, das bei vielen anderen Kommunen schon im Einsatz ist. Bei der nun beauftragten Software werde über sichere Kanäle die Arbeit für Rathausmitarbeiter von daheim aus möglich. Auf die derzeit in Bestellung befindlichen Geräte wird die neue Software aufgespielt sein, erläuterte Werner Horn.

    Außerdem stimmte der Gemeinderat geschlossen der Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2020/2021 zu. Anhand dieser Vorgaben kann der jeweilige Träger sich entsprechend mit Personal eindecken und die notwendigen räumlichen Voraussetzungen planen. Wie es derzeit aussieht, gibt es bis auf die Kindertagesstätte St. Michael in Großrinderfeld noch überall genügend Platz. Doch auch dieser Engpass mit rechnerisch zwei Plätzen Überhang wird gerade gelöst, so der Bürgermeister.

    Buchung einer flexiblen Ganztagsbetreuung

    Ebenso zugestimmt wurde der Aufrechterhaltung einer anteiligen Nutzung eines Krippenplatzes, wie es bisher schon praktiziert wird und auch der zukünftigen Buchung einer flexiblen Ganztagsbetreuung. Hier wird der Nachmittag allerdings in Zukunft mit zwölf Euro zu Buche schlagen und nicht mehr mit fünf. Dies sei nur gerecht, da die Frühbetreuung im Vergleich derzeit viel teurer ist. Die zwölf Euro sorgen für mehr Gerechtigkeit, fand Ralf Schieß.

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