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    OBERWALDBEHRUNGEN

    101 Jahre im Dienst der Kirche

    Beim Festgottesdienst in Oberwaldbehrungen am Sonntag ehrte Kirchenmusikdirektor Thomas Riegler (rechts) Christoph Schindler für 25 Jahre Leitung des Posaunenchores, Sonja Hofmann (Mitte) für 25 Jahre Dienst an der Orgel und Birgid Heun dafür, dass sie seit 26 Jahre für eine saubere Kirche sorgt. Pfarrer Oliver Engler (links) wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verband der Kirchenmusiker in Bayern geehrt. Foto: Brigitte Gbureck

    Vor Beginn des Gottesdienstes am Sonntagmorgen im Kirchlein von Oberwaldbehrungen übte sich der Posaunenchor unter Leitung von Christoph Schindler ein, ehe Kirchenmusikdirektor (KMD) Thomas Riegler den Gottesdienst mit einem Orgelstück eröffnete. Abwechselnd wurde der Gesang der Gemeinde während des Gottesdienstes von Orgel und Posaunenchor begleitet. Pfarrer Oliver Englert begrüßte die Gläubigen und freute sich, dass es Menschen gibt, die sich für die Gemeinde einsetzen. Er selbst war als Mitglied des Posaunenchores, als Organist und als Pfarrer an diesem Sonntag vielseitig im Einsatz. Im Evangelium nach Johannes war die Auferweckung des toten Lazarus das Thema.

    Sich mit Begabungen einbringen

    Ein wunderbares Zeichen, dass Menschen sich mit ihren Begabungen einbringen, waren für Pfarrer Englert die Ehrungen, die KMD Thomas Riegler vornahm. Ein besonderes dreifaches kirchenmusikalisches Jubiläum werde gefeiert mit Sonja Hofmann, seit 25 Jahren Organistin, mit Christoph Schindler, seit 25 Jahren Leiter des Posaunenchores und Oliver Englert, der seit einem Vierteljahrhundert die Orgel spielt. Das sei ein Anlass, danke zu sagen. Von der Gemeinde gab es dafür viel Applaus.

    Dass gleich drei Jubiläen gefeiert würden, zeige, dass die Kirchenmusik in Oberwaldbehrungen eine große Bedeutung habe. Die Bedeutung der Orgelmusik insbesondere in Deutschland wurde im vergangenen Jahr international dadurch gewürdigt, dass sie in das immaterielle Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen wurde. Sonja Hofmann habe besonders viel Freude am Spiel an der alten Orgel, die es zu schützen und zu erhalten gelte.

    Familie Schindler ein großer Segen

    Christoph Schindler und seine Familie seien ein großer Segen, nicht nur für die Gemeinde in Oberwaldbehrungen, sondern weit darüber hinaus. Drei seiner Kinder hätten schon das Orgelspielen gelernt und im Dekanatsjugendchor mitgesungen. Alle hätten im Posaunenchor mitgespielt. Christoph Schindler bilde junge Bläser aus und kümmere sich als Orgelbauer um die Orgel.

    Dass ein Pfarrer noch Organist ist, komme nicht häufig vor. Normalerweise könne er nicht beide Funktionen ausführen. Heute aber war Pfarrer Oliver Englert als Prediger und Organist zu hören. Dadurch könne er die Organisten und Kirchenmusiker ein bisschen besser verstehen. Er verstehe es auch, dass er als Pfarrer nicht nur auf den Text achten sollte, sondern, dass die Orgel gepflegt werden müsse. Die Firma Hoffmann und Schindler wisse das besonders zu schätzen, beendete Thomas Riegler die Ehrungen.

    Und noch ein ganz wichtiger Dienst

    Pfarrer Englert erwähnte dann, dass 101 Jahre im Dienste der Gemeinde geleistet wurden. 26 Jahre davon würden Kirche und Gemeindehaus gepflegt durch Birgid Heun. Das sei ein ganz wichtiger Dienst.

    Es folgte ein Stück für Orgel und Trompete. Pfarrer Englert spielte an der Orgel und Christoph Schindler auf der Trompete anrührend und feinfühlig aufeinander abgestimmt. Ohne Scheu und fast professionell machte der junge Lukas die Abkündigung mit der Vorschau auf die nächsten Wochen. Nach dem Segen spielte Thomas Riegler beschwingte Weisen auf der Orgel. Vom Posaunenchor begleitet sangen die Gottesdienstbesucher „Da berühren sich Himmel und Erde“, dann wurde bei herrlichem Sonnenschein mit einem Glas Sekt auf diesen schönen Festgottesdienst angestoßen.

    bgb

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