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    Sondheim

    58 Jahre nach dem Mauerbau: So sieht die Grenze heute aus

    In Behrungen in Thüringen erinnert ein Mahnmal an die deutsche Teilung. Hier sind noch ein Wachturm, Zäume, Sperrungen und so weiter zu besichtigen. Foto: Carolin Schulte

    Noch am 15. Juni 1961 sagte Walter Ulbricht "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen". Knapp zwei Monate später passierte es dann doch: In der Nacht zum 13. August gab er den Befehl, die Sektorengrenze abzuriegeln. Der Schienenverkehr zwischen Ost- und Westberlin wurde plötzlich eingestellt, Soldaten bezogen mit Panzern in und um Berlin Stellung.

    Im thüringischen Behrungen, nur wenige Kilometer von Mellrichstadt entfernt, kann man noch heute einen Teil des Gitterzauns sehen, der Deutschland einst auf über 1200 Kilometern teilte. An der Mahn- und Gedenkstätte erinnern ein Wachturm, Straßensperren, Schranken und Grenzsteine an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze.

    Am 58. Jahrestag des Mauerbaus liegt die Gedenkstätte friedlich dort: Eine Schafherde grast direkt hinter dem Zaun, eine ältere Dame zeigt zwei Kindern die Anlagen. Wer dieses Freilandmuseum besucht, fühlt sich schnell beobachtet: Zwei Puppen schauen aus dem Wachturm auf die Besucher hinunter, ihre Silhouetten zeichnen sich an den Fenstern ab.