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    Bad Königshofen

    Abitur stoppt Baubeginn

    So sieht Kreisbaumeister Herbert Bötsch den Neubau der Berufsfachschule für Musik. Foto: Hanns Friedrich

    Eigentlich sollten die Bauarbeiten für den Neubau der Berufsfachschule für Musik an diesem Montag beginnen, allerdings stoppt vorerst das laufende Abitur am Gymnasium das Vorhaben, wie Kreisbaumeister Herbert Bötsch auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte. Danach aber soll es losgehen. Einen offiziellen Spatenstich wird es zwar nicht geben, aber eine Grundsteinlegung am 23. Juli.

    Das neue Schulgebäude entsteht auf dem direkt angrenzendem Anwesen, auf dem bisher ein Wohnhaus und  früher Busgaragen standen. 3,5 Millionen Euro kostet der Neubau. Träger der Einrichtung sind der Bezirk Unterfranken (75 Prozent) und der Landkreis Rhön-Grabfeld. Schon deshalb hatten sowohl Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel als auch Landrat Thomas Habermann für ein attraktives Gebäude plädiert.

    Zweigeschossiger Neubau als Abschluss des Schul-Ensembles

    In der von Kreisbaumeister Herbert Bötsch vorgelegten Baubeschreibung heißt es, dass der zweigeschossige Neubau der Berufsfachschule für Musik den Abschluss des Schul-Ensembles mit Realschule, Gymnasium, Haus der Schlagzeuge und Orgelsaal  bilden soll. Er soll die bauliche Lücke zur Dr.-Ernst-Weber-Straße schließen. Weil der Schulneubau der Musikausbildung junger Erwachsener dient, ist die Raumakustik natürlich von größter Bedeutung und wird beim Neubau entsprechend berücksichtigt.

    Der Besucher wird die neue Berufsfachschule über die Pausenhalle betreten. Ein Deckenausschnitt verbindet die Stockwerke. "Damit entsteht eine Galerie", erläuterte Kreisbaumeister Bötsch. Darüber soll sich ein Oberlicht befinden, das den Flur im Obergeschoss und die Pausenhalle mit Sonnenlicht versorgt und zusätzlich als Rauchabzug dient. Das Haus verfügt natürlich über einen behindertengerechten Aufzug.

    Die bisherige Berufsfachschule für Musik, gebaut in den 1960er Jahren als Kreisberufsschule für den Landkreis Königshofen, ist in die Jahre gekommen. Was aus dem Gebäude nach 2020 wird, ist derzeit noch unklar. Foto: Hanns Friedrich

    Direkt neben der Pausenhalle befinden sich laut Plan zwei Klassenzimmer, die durch eine Trennwand abgeteilt sind, die bei Bedarf geöffnet werden kann. Dann eröffnet sich  ein etwa 190 Quadratmeter großer Raum. Vorhanden sind ein zudem unter anderem Informatik-Raum und im Obergeschoss Räume für Kleingruppen- und Einzelunterricht. Entlang der Ostfassade befinden sich im Obergeschoss die Schulverwaltung mit Schulleitung, Sekretariat und Lehrerzimmer.

    Gebäude ruht auf Bohrpfählen

    Das neue Gebäude wird auf Bohrpfählen ruhen, die rund acht Meter in die Tiefe gehen. Auf diesen wird die Betonplatte aufgesetzt. Die Außenwände bestehen aus Gründen der Akustik und der statischen Anforderungen aus 25 Zentimeter dicken Stahlbetonwänden. Bei der Schallschutzgestaltung der Innenwände gibt es spezielle Vorgaben für Gesang und die verschiedenen Musikinstrumente.

    Die Fassade wird den umgebenden Schulen angepasst und bekommt einen helle Putz. Die Fensterbänder sind mit Einzelflächen aus rötlichen Holzpaneelen vorgesehen, womit ein Bezug zu den Fassaden des Schlagzeughauses, des Gymnasiums und der Realschule hergestellt werden soll. Für die großen Unterrichtsräume sowie das Lehrerzimmer und das Instrumenten-Lager sind jeweils mechanische Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Der Neubau wird an das  bestehende Fernwärmenetz angebunden. Im Außenbereich ist eine Ladestation für Elektroautos vorgesehen. Außerdem entstehen Stellplätze für Pkw und Fahrräder.

    Aus Sicht der Schule hat ein Neubau anstelle der ursprünglich einmal geplanten Sanierung erhebliche Vorteile. Vor allem, da der Unterricht in den bestehenden Räumlichkeiten weitergeführt werden kann während der Neubau ensteht, betonte Schulleiter Ernst Oestreicher.

    Was aus dem alten Gebäude wird, ist noch unklar

    Was aus dem alten Gebäude der Berufsfachschule für Musik wird, ist derzeit noch unklar. Das Haus wurde in den 1960er Jahren ursprünglich als Kreisberufsschule gebaut. Als Werkstattbereich für die Schreiner diente ein nebenstehendes Gebäude, das heute ebenfalls von der Musikschule genutzt wird. In den späteren Jahren war dort die 1964 eröffnete Mittelschule untergebracht.

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