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    NIEDERLAUER

    Abschied aus einer Komfortzone

    Bürgermeister aus der Pfarreiengemeinschaft „St Bonifatius um den Höhberg“, Mitglieder der Kirchenverwaltungen und Pfarr... Foto: Manfred Mellenthin

    Auf eine segensreiche und für ihn persönlich „sehr bereichernde Zeit“ blickte Pfarrer Tobias Fuchs bei seinem Abschied von den Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft „St. Bonifatius um den Höhberg“ in der Niederläurer Pfarrkirche zurück. Fuchs wird künftig die Pfarreiengemeinschaft Randersacker-Theilheim-Eibelstadt (Lkr. Würzburg) betreuen.

    Zahlreiche Gläubige aus Burglauer, Salz, Niederlauer, Strahlungen und Rheinfeldshof füllten die Niederläurer Pfarrkirche zur gemeinsamen Verabschiedung des geschätzten Seelsorgers durch die Bürgermeister, die Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderäte und Pfarrkinder.

    Bürgermeister Richard Knaier, der Fuchs stellvertretend für seine Amtskollegen verabschiedete, sprach von vier gemeinsamen Jahren, die wie im Flug vergangen seien. Er erinnerte an arbeitsintensive und fordernde Aufgaben, die sich dem Priester gestellt hätten und dessen Arbeit positiven Spuren in der Pfarreiengemeinschaft hinterließen. Sei es die herabbröckelnde Decke in der Strahlunger Pfarrkirche, der Neubau der Kindergärten in Strahlungen und Salz, die Renovierung der Pfarrkirche Salz oder das Pfarrhaus und die alte Schule in Niederlauer – Pfarrer Fuchs habe mit Elan und hohem persönlichen Einsatz für seine Pfarrkinder hervorragende Arbeit geleistet. Knaier bedauerte, dass sich der Wunsch auf eine lange „Ära Fuchs“ nicht erfüllen wird, zeigte aber Verständnis für den Priester, der aus persönlichen Beweggründen künftig in der Nähe seines Elternhauses wirken wird.

    Knaier hoffte dass das nun entstandene Vakuum, das aktuell provisorisch geschlossen wird, in naher Zukunft dauerhaft geschlossen werden könne.

    „Wo wird wohl unser Abschiedsgeschenk in dem von Ihnen genannten, bis unters Dach vollgepackten Auto noch Platz finden?“, fragte sich nicht nur Pfarrgemeinderatsvorsitzender Burkhard Geißler aus Salz, der stellvertretend für alle Gremien einen Kronleuchter überreichte. Der Kronleuchter, den sich Fuchs selbst gewünscht hatte, soll den Seelsorger bei jedem Einschalten an die schöne Zeit in der Pfarreiengemeinschaft erinnern, so Geißler.

    Kindergartenleiterin Ellen Müller dankte im Namen der Erzieherinnen und Kinder für eine offene und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, ebenso Niederlauers Kirchenpfleger Otto Deuerling.

    „Ich bin hier sehr gerne gewesen, ich wurde überall mit offenen Armen aufgenommen und habe gespürt, dass ich willkommen bin“, dankte Fuchs und bedauerte, dass er nun, zwar auf eigenen Wunsch, mit Blick auf die Zusammenarbeit mit allen Institutionen und die erfahrene Unterstützung, eine „Komfortzone“ verlassen wird. Er zeigte sich davon überzeugt, dass sich das aktive christliche Leben mit den motivierten Kirchenteams fortsetzen werde.

    Mit ihrem Lied „Bye, bye, Volltreffer“ brachten es die Kinder des Niederläurer Kinderhauses „St. Katharina“ treffend auf den Punkt: Fuchs war für die Pfarreiengemeinschaft „St. Bonifatius um den Höhberg“ wirklich ein Volltreffer gewesen.

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