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    BAD KÖNIGSHOFEN

    Die Ampelanlage Trappstadt und der Biber in Sulzfeld

    Breite gefächert waren die Themen bei der Regionalversammlung der CSU-Ortsverbände im Grabfeld im kleinen Kursaal der FrankenTherme. Das Interesse war so groß, dass noch Stühle herangeschafft werden mussten. Von der Ampelanlage bei Trappstadt, über die Allgemeinmedizin und Notärzte bis hin zur Behördenverlagerung und den Biber im Grabfeld sowie den Wolf in der Rhön wurde diskutiert.

    Ansprechpartner waren Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, sowie Landrat und Bezirksrat Thomas Habermann. Immer wieder gab auch Bürgermeister Thomas Helbling aus seiner Sicht als Bürgermeister und Wilhelm Schneider, Landrat im Nachbarlandkreis Haßberge, Informationen. Jürgen Martin, CSU Ortsvorsitzender Bad Königshofen freute sich über den überaus guten Besuch und dankte den Politikern, dass sie sich für diesen Abend zur Verfügung gestellt hatten.

    Gefährliche Kreuzung

    Die unfallträchtige Kreuzung Eichenhausen-Hollstadt am Autobahnzubringer Wülfershausen war für Wolfgang Seifert ein Thema. Dort müsse dringend etwas geschehen. Landrat Thomas Habermann sagte dazu, dass schon Gespräche geführt wurden und man über eine Geschwindigkeitsbeschränkung diskutierte. Zuständig sei das Staatliche Bauamt in Schweinfurt. Die Gemeinde Wülfershausen sei hier gefordert und sollte dran bleiben.

    Zuständig ist das Staatliche Bauamt Schweinfurt ebenfalls bei der provisorischen Ampelanlage an der Umgehungsstraße Trappstadt-Linden. Bürgermeister Michael Custodis monierte, dass die Ampel nur probeweise stehen sollte. Nun stehe sie schon ein Jahr und nichts geschehe. 4.500 Unterschriften habe man für einen Kreisel gesammelt. Außerdem habe das Straßenbauamt versichert, dass an der Ampel der Verkehr gezählt wird. Das sei aber nicht der Fall. Von diesem Versprechen wusste auch Landrat Thomas Habermann und forderte Bürgermeister Custodis auf, erneut Briefe zu schreiben und einen Abschrift an ihn zu geben. „Mit solchem Verhalten verliert eine Behörde an Glaubwürdigkeit,“ sagte der Landkreischef.

    Umstrittene Straßenausbaubeiträge

    Zum Bürgerbegehren der Freien Wähler „Keine Umlegung der Straßenausbaubeiträge auf die Bürger“ sagte Steffen Vogel, dass dann mehr Straßenausbau gefordert werde, weil die Bürger ja nicht mehr beteiligt seien. Man werde sich aber in der Landtagsfraktion damit befassen. Landrat Thomas Habermann brachte den Vorschlag ein, der Freistaat solle wie bei den Kreisstraßen mit einer Pauschale arbeiten, die dann zweckgebunden für die Gemeindestraßen verwendet werden muss. Allerdings sollte ein Mindestbeitrag bei den Bürgern bleiben. Bürgermeister Josef Demar (Großbardorf) warnte vor einer Abschaffung. Gerade auf dem flachen Land sei dies für die Gemeinden ein Nachteil.

    Nicht ausreichend

    Das Artensterben und die Pflege der Kulturlandschaft durch die Landwirte wurde angesprochen. Landrat Thomas Habermann: „Die Landwirte bemühen sich, aber das ist nicht ausreichend und muss auf europäischer Ebene gelöst werden.“ Die Leistung der Landwirte müsse auch vergütet werden. Stadtrat Anton Fischer wehrte sich gegen den Vorwurf aus der Versammlung, dass die Flur ausgeräumt sei. Nach der Flurneuordnung sei das Gegenteil der Fall. „Es gibt viele neue Landschaftselemente“. Ein wichtiges Thema nannte der Landrat: die Trinkwasserversorgung im Grabfeld. Dazu habe es schon Gespräche mit der Mellrichstädter Gruppe gegeben. „Dort ist genügend Wasser und ich bin zuversichtlich, dass hier eine Lösung gefunden wird.“

    Landrat Thomas Habermann dankte Steffen Vogel, Landrat Wilhelm Schneider und Bürgermeister Thomas Helbling, sowie Minister Markus Söder, die sich für die Verlegung von Stellen des Finanzamts von Nürnberg nach Bad Königshofen stark gemacht hatten. „Es war eine schwere Geburt“, setzte Steffen Vogel hinzu.

    Unbeliebter Biber

    Ein „heißes Eisen“ diskutierte Sulzfelds Bürgermeister Jürgen Heusinger. Ihm ging es um die Biber, die in Sulzfeld große Probleme, vor allem an der Kläranlage bereiten. Auf den Kosten bleibe die Gemeinde sitzen. Ein Thema, das Steffen Vogel aufgreifen solle. Im Grabfeld sei es der Biber, in der Rhön die geplante Ansiedlung von Wölfen, führte Landrat Thomas Habermann an „Das macht mir sehr zu schaffen und einen Wolf in der Rhön brauchen wir nicht. “ Man müsse sich den Themen offen stellen, auch was Anträge auf Biberfang betrifft. Sulzdorfs Bürgermeisterin Angelika Götz forderte die Abschussfreigabe für Bieber.

    Modellprojekt Telemedizin?

    Schließlich brachte Stadt- und Kreisrat Karl-Heinz Schönefeld das Medizinische Versorgungszentrum Bad Königshofen ins Gespräch. Seine Frage an Steffen Vogel lautete, ob nicht die Telemedizin ein Thema sein könne, das man im Grabfeld als bayerisches Modell andenken könne. Steffen Vogel sagte, dass er im Gesundheitsausschuss im Bayerischen Landtag ist und man die Allgemeinmedizin stärken möchte. Zum Modellprojekt „Telemedizin“ Bad Königshofen machte der Abgeordnete, wenig Hoffnung. Die Ärzteversorgung im Altlandkreis Königshofen sei derzeit noch sehr gut. Die Zukunft allerdings nicht so rosig. Das Durchschnittsalter der Ärzte im Altlandkreis Königshofen nannte er mit 59,3 Jahren.

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