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    HOHENROTH

    Artenschutz ist ein hohes Ziel

    Mut zeigten Schüler der Praxisklasse der Edmund-Grom-Mittelschule Hohenroth (im Bild Philipp Fischer), um den Brutvögeln auf dem Vogelhäuschenpfad am Schwarzen Moor wieder ein sauberes Quartier für das Frühjahr herzurichten.FOTO: Sabine Diemer Foto: Sabine Diemer

    Äußerst abwechslungsreich verlief der diesjährige Einsatz der Edmund-Grom-Mittelschule im Biosphärenreservat Rhön. Wie aus einem Bericht von Lehrerin Silke Hehn hervorgeht, waren für die Praxisklasse Wanderung, Abenteuer, Arbeit und Lernen im Dienste des Artenschutzes angesagt.

    Unter der Leitung von Michael Dohrmann, Mitarbeiter des Umweltbildungsteams des Biosphärenreservats Rhön, begannen die Neuntklässler mit einer kleinen Wanderung im ersten Schnee. Auf dem 1,5 Kilometer langen Nistkastenpfad mussten die zwölf Vogelhäuschen gesäubert werden, damit sie im Frühjahr wieder neu bezogen werden können. Hier waren Mutige gefragt, die sich trauten, mit oder auch mal ohne Leiter, auf einen Baum zu steigen, um an den Brutkasten zu kommen.

    Die Schüler fanden neben leeren Nestern auch liegengelassene Vogeleier. Sie erfuhren, dass Siebenschläfer die leeren Brutkästen häufig als Winterquartier nutzen.

    Danach befasste sich die Klasse mit der Fledermaus. Sie steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten in Deutschland. Da es immer mehr an natürlichen Quartieren wie etwa Baumhöhlen fehlt, bauten die Jugendlichen den Tieren Ersatzunterkünfte. Die Kästen könnten ein erfolgreiches Hilfsmittel sein, um vorhandene Bestände zu schützen, hofft man.

    Auch als Landschaftsgärtner betätigten sich die Hohenrother. Das Gelände am Umweltbildungshaus am Schwarzen Moor musste weiter entbuscht werden, damit das Areal für das jährlich stattfindende Naturerlebniscamp genutzt werden kann.

    Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds setzt die Praxisklasse der Edmund-Grom-Mittelschule Hohenroth seit über einem Jahrzehnt gemeinsam mit dem Biosphärenreservat Rhön immer wieder Naturschutzprojekte dieser Art um. Die Schüler könnten so neben Verantwortung, Umweltbewusstsein und Teamarbeit auch zeigen, wie sie mit Schwierigkeiten umgehen und zudem neue Talente an sich entdecken, heißt es in dem Bericht abschließend.

    Bearbeitet von Hagen Wohlfahrt

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