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    Bad Königshofen

    Astrid Harzbecker: Viel Applaus und stehende Ovationen

    Pfarrer Karl Feser (links) bedankte sich bei der ehemaligen Gewinnerin des "Grand Prix der Volksmusik", Astrid Harzbecker, und Ehemann Hans-Jürgen Schmidt für das Konzert in der Stadtpfarrkirche. Foto: Regina Vossenkaul

    Mit dem Lied "Ich bete an die Macht der Liebe", in dem es um die Liebe zwischen Gott und den Menschen geht, eröffnete Astrid Harzbecker ihr Kirchenkonzert in der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen. Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann Hans-Jürgen Schmidt, mit dem sie deutschlandweit unterwegs ist. Pfarrer Feser begrüßte die Zuhörer und wies darauf hin, dass der Applaus bis zum Schluss aufgehoben werden soll, um die Andacht nicht zu stören.

    Als christliches Ehepaar – Astrid Harzbecker ist katholisch und Hans-Jürgen Schmidt evangelisch – bezeichnete sich das Duo, das mit fast gleichem Programm vor einigen Jahren bereits in Aubstadt zu hören war. Astrid Harzbecker stammt aus Riesa in Sachsen und arbeitete nach der Schule zunächst in der Stahlproduktion. Ab 1985 studierte die damals Zwanzigjährige moderne Tanz- und Unterhaltungsmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, wo sie ihr Diplom als Musikpädagogin erwarb.

    Grand Prix der Volksmusik gewonnen

    Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Fernsehauftritte. 1991 erhielt sie Platin für ihr selbst getextetes Lied "Oh Maria, schütz die Berge". Ein zweiter großer Hit gelang ihr 2000: Mit dem Titel "Wie eine schöne Sinfonie" gewann sie den deutschen Grand Prix der Volksmusik. Ihren Mann aus Thüringen, der Kirchenmusiker, Komponisten und Arrangeur Hans-Jürgen Schmidt, heiratete sie 1989, im gleichen Jahr, als die Mauer fiel.

    In ihrer Wahlheimat Holzkirchen ist das Ehepaar zu Hause, damals lebten die Jungvermählten in Suhl und erlebten die Öffnung der Grenze hautnah mit. "Wir haben uns dem Konvoi der Begeisterten angeschlossen," berichtet Harzbecker in einem Gespräch. Sie kamen nach Mellrichstadt und genossen das Gefühl der Freiheit. "Das war für uns alle ein historisches Ereignis, das wir nie vergessen werden." Dass die Wende so friedlich abgelaufen ist, schreibt sie Gottes Wirken zu, der seine schützenden Hände über die Demonstranten gehalten habe, so die Sängerin. Der Maueröffnung hat sie auch ihre Karriere zu verdanken, denn sie konnte sich nach der Wiedervereinigung überall an Wettbewerben und Konzerten beteiligen und fand große Anerkennung im Bereich Volksmusik.

    "Ave Maria" von Franz Schubert

    Eine sehr emotionale Ausdrucksweise hat sich Harzbecker zu eigen gemacht und trug im Konzert in Bad Königshofen Titel wie "Alles Große lebt im Kleinen", "Ave Maria" von Franz Schubert, "Engel der Berge", "Schlafe mein Prinzchen", "Ave Verum" von Mozart, "Engel der Berge", "Erstes Morgenrot" "Panis de Angelo" und weitere bekannte Werke der Kirchenmusik vor. Als Zugabe erklang "Wenn ich ein Glöcklein wär‘" und – zum Mitsingen – "Guten Abend, gute Nacht" von Schubert. Drei Instrumentalstücke "Jesus meine Freude", "In mir klingt ein Lied" und eine Orgelimprovisation trug Schmidt am Keyboard zum Programm bei.

    Glaubensbekenntnisse trug Harzbecker zwischen den Liedbeiträgen vor und berichtete von ihrer Mutter, von der sie katholisch erzogen wurde. "Wer auf Gott vertraut, hat nicht auf Sand gebaut" – diesen Ausspruch ihrer Mutter hat sie bis heute behalten. "Der Herr ist mir zum Retter geworden, Gottes Wort gibt Halt und Orientierung", sagte die Sängerin. Die Taufe sieht sie als größtes Geschenk, dadurch sei sie ein Gotteskind geworden.

    Erlös für die Kirchengemeinde

    Am Ende des eineinhalbstündigen Konzerts bedankten sich die Zuhörer mit viel Applaus und erhoben sich von ihren Plätzen. Der Pfarrer sprach nach einem gemeinsamen Gebet den Segen. Eine Single mit Weihnachtsliedern konnten die Anwesenden anschließend erwerben, ein Teil des Erlöses aus dem Konzert ging an die Kirchengemeinde.

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