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    LANGENLEITEN

    Ateliers in Langenleiten öffnen ihre Türen

    Heike und Klaus Metz organisieren die Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Triennale in Langenleiten. Foto: Marion Eckert

    Das Bildhauerdorf Langenleiten, die staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauerei in Bischofsheim und das Kreiskulturzentrum Kloster Wechterswinkel sind in diesem Jahr die „Außenstellen“ der Triennale, die seit 2009 von der Kunsthalle Schweinfurt aus organisiert wird.

    Die erste „Vorort-Veranstaltung“ findet am kommenden Wochenende, am 7. und 8. Juli, mit den Tagen des offenen Ateliers im Bildhauerdorf Langenleiten statt. Besichtigt werden können an beiden Tagen, von 11 bis 18 Uhr, die Werkstätten und Ateliers von Heike und Klaus Metz sowie Günter Metz, von Herbert Holzheimer und Rosa Strauß-Carl.

    Bildhauerei als künstlerische Ausdrucksform

    Die Triennale hat sich dieses Jahr das Thema „RaumZustände – Bildhauerei heute“ gegeben. Es gehe dabei um die Bildhauerei als künstlerische Ausdrucksform, erklärten Heike und Klaus Metz, die die Organisation der Veranstaltungen in Langenleiten übernommen haben.

    In der Kunsthalle in Schweinfurt sind die Werke von 16 Künstlern zu sehen. Die Triennale richte den Blick auf das skulpturale Schaffen in allen drei fränkischen Regierungsbezirken. In den Ateliers in Langenleiten geben die beteiligten Künstler einen Einblick in ihre aktuellen Arbeiten.

    Das Rhöndorf Langenleiten stehe in der Triennale exemplarisch für eine Entwicklung, die aufzeige, wie sich aus den Fundamenten des Handwerks, die traditionelle Holzbildhauerei hin zur zeitgenössischen Kunst entwickelte. Das Dorf beheimatet Absolventen der Holzbildhauerschule Bischofsheim, sowie Absolventen der Akademie der bildenden Künste Nürnberg, die nach dem Studium wieder zurück in die Heimat gingen und dort ihre Arbeits- und Lebenswelt gründeten.

    Künstler stehen zu Gesprächen zur Verfügung

    2014 machte Langenleiten mit der Einweihung des Kunstangers überregional auf sich aufmerksam. Das Künstlerdorf weise heute die größte Atelierdichte in Franken auf. Mit den Tagen der offenen Ateliers soll dem Kunstinteressierten Publikum die Möglichkeit eröffnet werden, die Vielfalt künstlerisch gelebter Ausdrucksformen zu erleben. Die Künstler stehen zu Gesprächen zur Verfügung, geben Einblick in ihre Beweggründe und Herangehensweisen, von der Idee zum fertigen Kunstwerk. So hat beispielsweise Heike Metz eine Diashow vorbereitet, in der der Bronzeguss erläutert wird.

    Das Bildhauer-Ehepaar Heike und Klaus Metz öffnet für die Besucher die Räume der Werkstatt, lädt in den Garten ein, der viele Skulpturen beherbergt sowie die Wohnräume, die zugleich Atelier sind. Neben einer Vielzahl an Tieren in Bronze erwarten den Besucher Einblicke in die intensive Auseinandersetzung mit dem weiblichen Akt. Heike Metz widmet sich Miniaturen, die sie unter das Thema „Heimat in der Ferne“ stellt. Günter Metz gibt Einblick in seine vorwiegend sakralen Arbeiten und die bekannten Rhöner Krippenfiguren, die Ursprünglichkeit und Erdverbundenheit auszeichnen. Herbert Holzheimer widmet sich der Vergänglichkeit, der Verwandlungsfähigkeit der Kräfte der Natur und stellt seine Exponate in einen Spannungsboden zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit. Experimentieren mit Form und Farbe, Schmuck aus heimischen Hölzern und Blattgold ist das aktuelle Thema von Rosa Strauß-Carl.