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    GROßBARDORF

    Ausbau der Kernwege startet

    Für den Ausbau der Kernwege stimmten die Gemeinderäte in Großbardorf. Betroffen sind auch der Weg am Albach sowie die Brücke. Foto: Regina Vossenkaul

    Einen Grundsatzbeschluss bezüglich des Ausbaus von Kernwegen fasste der Gemeinderat Großbardorf in seiner letzten Sitzung. Nachdem das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) aktuell finanziell besser ausgestattet ist und Zuschüsse um 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht gestellt hat, kann der Kernwege-Plan wieder aufgegriffen werden. Die Planungskosten werden mit 15 Prozent gefördert, der Grunderwerb ist nicht förderfähig.

    Innerhalb der Grabfeld-Allianz war das Projekt Kernwege aufgegriffen, aber dann „auf Eis“ gelegt worden, weil die zunächst zugesagten Fördergelder erheblich geschrumpft waren (wir berichteten). Ziel war, die Wege, die den heutigen landwirtschaftlichen Anforderungen nicht mehr entsprechen, zu sanieren und gemarkungsübergreifende Wege zu schaffen.

    Betroffene sind eingebunden

    Das Gesamtkonzept wurde in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort erstellt. Auch die Gemeinde Großbardorf hatte sich Gedanken darüber gemacht, wo Kernwege sinnvoll und für die Landwirtschaft nützlich sind. Das Ingenieurbüro Gemmer aus Dittelbrunn erhielt nun den Auftrag für die Planung des Abschnittes des Kernweges 190.1-3. Die Planer haben bereits einen entsprechenden Entwurf zur Antragstellung beim ALE erstellt, der den Gemeinderäten vorlag. Die Grobkostenschätzung für das gesamte Projekt „Herstellung des Kernweges“, beläuft sich danach auf 825 000 Euro. Bei der Haushaltsplanung für 2019 müssen die geplanten Ausgaben berücksichtigt werden. Die Planungskosten für die Antragstellung liegen bei rund 38 000 Euro.

    Bevor die Gemeinde auf die betroffenen Grundstückseigentümer entlang des geplanten Ausbaus zugeht, um die für die Verbreiterung des Weges auf die für Kernwege vorgeschriebenen Maße Flächen zu erwerben, soll die Bewilligung der Maßnahme durch das ALE abgewartet werden.

    Agrokraft füllt Gelände auf

    Keine Einwände hatten die Gemeinderäte zum Bauantrag der Agrokraft Großbardorf, die eine Geländeauffüllung auf einer Teilfläche der Biogasanlage plant. 12 600 Quadratmeter sollen aufgeschüttet werden. Dadurch wird auch der Weg Flur-Nummer 2543 angehoben und besser befahrbar, wie Bürgermeister Josef Demar erläuterte.

    Die energetische Sanierung des Gemeindezentrums Großbardorf hat es in das Förderprogramm KIP geschafft (wir berichteten), die Maßnahme wurde noch nicht begonnen. Es entstanden im Vorfeld bereits Planungskosten für das Architekturbüro Armin Röder und das Ingenieurbüro Miller in Höhe von insgesamt 33 583 Euro, die als außerplanmäßige Ausgaben noch in den Haushalt 2018 fallen. Die Ausgaben seien durch Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer gedeckt, trug der Bürgermeister vor.

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