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    Bad Neustadt

    Ausstellung "Wahnsinn, Wende Wiedervereinigung" in der Jakob-Preh-Schule

    Oberstudiendirektorin Christine Götz, Leiterin der Jakob-Preh-Berufsschule in Bad Neustadt, ist es wichtig, dass auch die Schüler ihrer Einrichtung Hintergründe und Informationen über das einst geteilte Deutschland erhalten. Dazu trägt die Ausstellung des Kreisarchivs Meiningen bei, die noch bis 20. Februar in der Aula zu sehen ist.
    Oberstudiendirektorin Christine Götz, Leiterin der Jakob-Preh-Berufsschule in Bad Neustadt, ist es wichtig, dass auch die Schüler ihrer Einrichtung Hintergründe und Informationen über das einst geteilte Deutschland erhalten. Dazu trägt die Ausstellung des Kreisarchivs Meiningen bei, die noch bis 20. Februar in der Aula zu sehen ist. Foto: Hanns Friedrich

    Noch bis zum 20. Februar ist in der Aula der Jakob-Preh-Berufsschule Bad Neustadt die Ausstellung "Wahnsinn, Wende, Wiedervereinigung 1989/90 – Aufbruch und Begegnungen in den Grenzkreisen Meiningen und Rhön-Grabfeld" zu sehen. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 16 Uhr auch für die Öffentlichkeit und interessierte Schulen zugängig. Die Anfrage von Kreiskulturreferent Hanns Friedrich, die Ausstellung in ihrer Schule zu zeigen, hat Oberstudiendirektorin Christine Götz sofort aufgegriffen und so sind seit vergangener Woche die 15 Tafeln, die das Kreisarchiv Meiningen zusammen gestellt hat, in der Aula aufgestellt.

    Die Ausstellung gibt Informationen über den "Kreistag und Rat des Kreises Meiningen" zu DDR-Zeiten, Akten der Grenzgemeinden des Altkreises Meiningen sowie über die Sammlungen des Kreisarchivs. Hinzu kommen zahlreiche Informationen und vor allem Bildmaterial aus den Privatarchiven der Bürgerinnen und Bürger beider Landkreise. Insgesamt lagen für die Präsentation rund eintausend Bilder und Texte vor. Ein Teil davon ist auf den 15 Tafeln der Sonderausstellung zu sehen. Diese zeigt im Eingangsbereich auf Fotos, Plakaten und Bilddokumenten die Dienstagsdemonstrationen in der Stadt Schmalkalden oder auch in Meiningen. Sie erinnern aber auch an die Grenzöffnung 1989 und die Wiedervereinigungsfeier auf der Schanz, dem ehemaligen Grenzübergang.

    Schriftstücke zur Geschichte der Grenze, Ausreise und Grenzöffnung

    Insgesamt sind es weitere 66 Dokumentationen, bestehend aus kopierten und geschwärzten Schriftstücken zur Geschichte der Grenze, Ausreise und Grenzöffnung aus dem Aktenbestand "Kreistag und Rat des Kreises Meiningen" von 1989 bis 1990. Dokument, die zum Nachdenken anregen und zeigen, wie das war, als Deutschland geteilt war und Zaun und Minen die Menschen voneinander trennten. Oberstudiendirektorin Christine Götz, Leiterin der Jakob-Preh-Berufsschule Bad Neustadt, hat auch ihre Kolleginnen und Kollegen gebeten, das interessante Angebot der einstigen deutsch-deutschen Teilung und der Wiedervereinigung zu nutzen und die Ausstellung mit ihren Klassen zu besuchen.

    Die Schulleiterin: "Greifen Sie das Thema bitte auch im Sozialkundeunterricht auf, sofern noch nicht geschehen." Der Fall der innerdeutschen Grenze und die nachfolgenden großen Umbrüche in Deutschland nennt sie einmalig, die keinesfalls in Vergessenheit geraten dürfen. "Es gilt, gerade die jungen Menschen, die diese Zeit nicht mehr selbst miterlebt haben, an das Thema heranzuführen." Zu sehen ist bei der Ausstellung auch der Dokumentarfilm "Als Zaun und Minen Menschen trennten", mit zahlreichen Zeitzeugen aus Thüringen und Franken.

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