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    Bad Neustadt

    Bad Neustadt: Die Stadthalle verwandelt sich in einen Dschungel

    Das Musical "Dschungelbuch" begeisterte in der Stadthalle. Foto: Andreas Sietz

    Wer kennt ihn nicht, den kleinen Dschungelhelden Mogli. Er zog bereits Generationen in seinen Bann. Als Rudyard Kipling 1894 die zeitlose Geschichte um das Findelkind schrieb, ahnte er wohl noch nicht, dass er in den literarischen Geschichtsbüchern landen wird. Mit dem Theater Liberi wurde das energiegeladene Musical für kleine und große Gäste in die Stadthalle gebracht. Turbulente und liebevoll inszenierte Dschungel-Action ließ den Urwald zum Leben erwachen. Es wurde bei den zu meisternden Abenteuern richtig spannend und eine große Portion an Humor fehlte auch nicht.

    „BaBaBanane“, die musikalischen Affenbande um Mogli hatten nur eines im Sinn – jede Menge Bananen. Foto: Andreas Sietz

    Die Musical-Macher des 2008 gegründeten Theaters Liberi aus Bochum mit ihren ausgebildeten Musicaldarstellern schufen eine unvergessliche Show, die die  1967 von Walt Disney verfilmte Geschichte wieder in Erinnerung brachte. Das Liberi-Theater griff bei seiner Inszenierung auf  die Ursprungsgeschichte Rudyard Kiplings zurück, aber dennoch war vieles neu, denn die Texte und Lieder stammten aus der eigenen Feder. Präsentiert wurden eine groovenden Affenbande mit ihrem Bananen-Song oder Tiger Shir Khan als König des Rock'n Roll. Das Publikum war begeistert. Die beeindruckenden Bühnenbilder, die farbenfrohen Kostüme  und die bestens aufgelegten Musical-Stars mit ihren tänzerischen Choreografien rundeten das Gesamtbühnenbild ab. Im Wolfsrudel um Oberhaupt Akela, dem herzensguten Bären Balu, der Moglis Dschungellehrer war und dem schlauen schwarzen Panther Baghira hatte das Dschungelkind eine neue Familie gefunden, die ihm  die Gesetze des Dschungels lehrte.

    Affen, Geier und eine Schlange

    Aufregende und große Abenteuer standen bevor, denn Mogli traf nicht nur auf eine wilde Affenbande, sondern auch auf ulkige Geier oder die geheimnisvolle Schlange Kaa. Aber der Urwald steckte voller Gefahren, denn Tiger Shir Khan fürchtete um seine Stellung als König des Dschungels und so wollte er das Menschenkind aus seinem Reich vertreiben. Mogli stellte sich die Frage, wo er eigentlich hingehört. Gehört er nun zu den Menschen im Dorf oder zu seiner tierischen Familie, die ihm soviel über das Leben beigebracht und gelehrt hatte, was wirkliche Freundschaft und ein gelebtes Miteinander bedeutet.  Als ihm dann auch noch ein Mädchen begegnete, stand seine Welt endgültig auf dem Kopf.

    Duell mit Shir Khan

    Das Duell mit Tiger Shir Khan blieb nicht aus. Dabei stellten beide fest, dass sie, jeder auf seine Weise, eigentlich einsam  und von vielen Fragen geplagt sind. Nach einer Aussprache wurden beide am Ende Freunde und wahre Freundschaft sei das Größte im Leben, stellten sie fest. Bär Balu merkte an, als er Mogli in seinem Arm nahm: „Mir ist es egal, was er ist, Wolf, Mensch, ganz egal, er ist mein Freund.“

    Mogli und Balu sind die besten Freunde und gehen gemeinsam durch „Dick und Dünn“. Foto: Andreas Sietz

    Mogli traf für sich ebenfalls die Entscheidung, dass es gleichgültig sei, wo man herkommt. Hauptsache Familie und Freunde stünden hinter einem. Jede Menge Applaus war den Bühnenakteuren, die der neu inszenierten Geschichte von Liberi-Autor und Regisseur Helge Fedder jede Menge Leben einhauchten, sicher und dann ging es zur großen Autogrammstunde  in das Foyer der Stadthalle.

    Die Schlange Kaa zieht Mogli in ihren gefährlichen Bann. Foto: Andreas Sietz

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