• aktualisiert:

    Bad Neustadt

    Bad Neustadt: Jahresversammlung des Polizeifördervereins mit Neuwahlen

    Die neue Vorstandschaft des Polizeifördervereins der Polizeiinspektion Bad Neustadt (von links): Erster Vorsitzender Polizeihauptmeister Michael Beetz, Kassiererin Polizeiobermeisterin Karolin Härtl, Zweiter Vorsitzender Polizeihauptkommissar Gerd Jahrsdörfer, Beisitzer Polizeihauptkommissar Thomas Pfennig und Schriftführer Polizeihauptkommissar Jürgen Pelz. Foto: Hanns Friedrich

    Dass es einen Polizeiförderverein gibt, ist sicher kaum bekannt. Allerdings ist dieser, wie sich bei der Jahresversammlung in der Inspektion Bad Neustadt herausstellte, ein aktiver Verein. Vor allem in der Prävention. Hier wurden schon verschiedene Veranstaltungen durchgeführt und entsprechend finanziell unterstützt, sagte Vorsitzender Polizeihauptkommissar Thomas Pfennig. Der Verein hat aktuell 33 Mitglieder, ein Teil von ihnen war in die Polizeiinspektion Bad Neustadt zur Versammlung gekommen.

    In seinem Rückblick sagte Pfennig, dass die Verkehrswacht bei der Anschaffung von zwei Simulatoren finanziell unterstützt wurde. Konkret bei einem Fahrrad-/Reaktionssimulator und einem Pkw-Simulator für das Thema "Lenken statt ablenken". Beide zusammen wurden mit 10 000 Euro mitfinanziert. Für Kinder, Jugendliche und vor allem auch für ältere Menschen sind diese Simulatoren gedacht. Der Grund: Gerade ältere Menschen sind über viele Jahre hinweg nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren und müssen sich an den heutigen Verkehr und auch die Schnelligkeit der Fahrzeuge gewöhnen. Auch das Bremsen ist ein Thema, denn eine Rücktrittsbremse, wie man sie früher kannte, gibt es nicht mehr. Ein Angebot, das gut angenommen wird.

    Rauschbrillen und ein Spurensicherungskoffer wurden angeschafft

    Angeschafft wurden weiterhin sogenannte Rauschbrillen. Diese vermitteln den Zustand eines Menschen in angetrunkenem Zustand und zeigen die Fahruntüchtigkeit unter Alkoholeinfluss auf. Mit den Brillen können verschiedene Promillewerte simuliert werden. Der Brillenträger erlebt eine eingeschränkte Rundumsicht, Doppelsehen und die daraus resultierende Fehleinschätzung für Nähe und Entfernung. Es entsteht eine verzögerte Reaktionszeit und Verunsicherung. Angeschafft wurde weiterhin ein Spurensicherungskoffer, der bei Präventionsveranstaltungen vor allem für Kinder und Jugendliche interessant ist. Er enthält alles, was bei einer Spurensicherung notwendig ist.

    Um dies alles zu finanzieren werden die Mitgliedsbeiträge eingesetzt, vor allem aber die Geldbußen, die bei Gericht verhängt werden.  Zwischen 2016 und 2019 kamen so rund 8 000 Euro in die Vereinskasse. Der Erste Vorsitzende sagte allerdings, dass diese aktuell rückläufig seien und man deshalb beim Amtsgericht Bad Neustadt wieder einmal nachfragen werde. Hauptpartner des Polizeifördervereins ist die Kreisverkehrswacht Rhön-Grabfeld, erklärte Pfennig in seinem Jahresbericht.

    Entlastung der Vorstandschaft und anschließende Neuwahlen

    Polizeiobermeisterin Karolin Härtl gab dann einen Einblick in die Finanzen des Polizeifördervereins und bekam durch Polizeioberkommissar Steffen Weber als Kassenprüfer die Bestätigung einer einwandfreien Kassenführung. Damit konnte die Vorstandschaft entlastet werden. Die Neuwahl ergab folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Polizeihauptmeister Michael Beetz, Stellvertretender Vorsitzender Polizeihauptkommissar Gerd Jahrsdörfer, Kassiererin Polizeiobermeisterin Karolin Härtl, Schriftführer Polizeihauptkommissar Jürgen Pelz und als Beisitzer Polizeihauptkommissar Thomas Pfennig. Kurz ging der neue erste Vorsitzende, Michael Beetz, danach noch einmal auf einen Verkehrssinntrainer für Schulen ein. Hier gibt es ein Basisprogramm und das Motto einer Schulung lautet "Lenken statt ablenken".

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!