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    Bad Neustadt

    Bad Neustadt: Pfalzgeschichte auf die moderne Art

    Über die Leader-Förderung am Geschichtsmodell des Pfalzgebietes Salz freuen sich (von links): Regionalmanagerin Ursula Schneider, Projektmanagerin Dr. Petra Wolters, Bürgermeister Martin Schmitt (Salz), Bürgermeister Bruno Altrichter, der Schatzmeister der Leader-Aktionsgruppe Georg Straub, Bürgermeister Georg Straub (Hohenroth), Leader-Koordinator Wolfgang Fuchs und der geschäftsleitende Beamte der Stadt, Michael Weiß. Foto: Stefan Kritzer

    Das ging schnell. In Rekordzeit wurde das neue Leader-Projekt "Lebendiges Geschichtsmodell Pfalzgebiet Salz – Land schafft Raum für Menschen" bewilligt. Das zukunftsweisende 3D-Modell soll in einem künftigen Pfalzmuseum in der Stadt gezeigt und ständig erweitert werden. Zu den Gesamtkosten von gut einer halben Million Euro steuert die Europäische Union 200 000 Euro hinzu. An der Realisierung des hochmodernen Geschichtsmodells sind auch die Pfalzkommunen Salz und Hohenroth finanziell beteiligt.

    Die Stadt nutzt die Gelegenheit, ein hochmodernes Geschichtsmodell des Pfalzgebietes Salz mit Hilfe einer sechsstelligen Leader-Förderung anzuschaffen. Das Projekt hierzu hat Archäologin Dr. Petra Wolters für die Stadt ausgearbeitet und bereits im Juni im Stadtrat vorgestellt. Jetzt haben Leader-Koordinator Wolfgang Fuchs und Regionalmanagerin Ursula Schneider den Zuschussbescheid an die Stadt überreichen können. Das bis 2022 laufende Projekt kann mit einem Zuschuss von 200 000 Euro aus Leader-Mitteln rechnen.

    Begeisterung über die Förderzusage

    Bürgermeister Bruno Altrichter zeigte sich erfreut über den Zuschussbescheid: "Das gibt uns die Gelegenheit, an diesem für die Stadt und die Region wichtigen Projekt dranzubleiben", betonte Altrichter in einem Pressegespräch. Auch die Bürgermeisterkollegen Martin Schmitt (Salz) und Georg Straub (Hohenroth) zeigten sich begeistert über die Förderzusage. Beide Kommunen beteiligen sich mit jeweils 18 000 Euro an dem Geschichtsmodell, dass in einem künftigen Pfalzmuseum in Bad Neustadt gezeigt und stetig weiterentwickelt werden soll.

    Das dreidimensionale, interaktive Geländemodell des Pfalzgebietes Salz umfasst einen weitaus größeren Bereich als lediglich um die Kreisstadt und die beiden Nachbarkommunen. In etwa ist das Pfalzgebiet so groß wie der Altlandkreis Bad Neustadt und erstreckt sich im Süden bis nach Münnerstadt, im Osten bis Hollstadt, im Norden bis Mellrichstadt und Ostheim vor der Rhön sowie im Westen von Oberelsbach bis über Wildflecken hinaus nach Burkardroth und Bad Bocklet. "Das für die Pfalz Salz wichtige Gebiet mit den großen Waldflächen des Salzforstes muss vor 1000 Jahren so groß gewesen sein", betonte Petra Wolters.

    Kulturelle Vielfalt entdecken und verstehen

    Das "lebendige" Geschichtsmodell soll die Bevölkerung dazu einladen, die kulturelle Vielfalt der Region in ihrer zeitlichen Dimension zu entdecken, zu verstehen und daran teilzuhaben. Erzählen wird das Modell die Geschichte der frühmittelalterlichen Pfalz Salz bis in die Gegenwart. Projektionen werden darin modular aufgebaut und können stetig erweitert und verändert werden. Wobei nicht nur Wissenschaftler und Heimatforscher, sondern auch die Bevölkerung zu dieser stetigen Erweiterung des Modells eingeladen werden.

    Der Schatzmeister der lokalen Leader-Aktionsgruppe im Landkreis, Georg Straub (Sparkasse), betonte: "Das Projekt wird ein Stück Identität mit der Geschichte der Region aufzeigen und erfahrbar machen und präsentiert diese auf die moderne Art."

    Geschichtsmodell soll in den kommenden Jahren angeschafft werden

    Die Gesamtkosten für das zukunftsweisende Projekt, das es in ganz Deutschland nur in wenigen Museen in ähnlicher Weise gibt, belaufen sich auf 521 216 Euro. Nach Abzug der Leader-Förderung und der Beteiligung der Gemeinden Salz und Hohenroth muss die Stadt Eigenmittel in Höhe von 285 216 Euro zu dem Projekt beisteuern. Das Geschichtsmodell soll in den kommenden Jahren angeschafft und eingerichtet werden. So lange das Pfalzmuseum, das in der ehemaligen Würzburger Amtskellerei entstehen könnte, aber noch nicht fertig ist, wird es wohl im Alten Amtshaus gezeigt und weiterentwickelt werden.

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