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    Bad Neustadt

    Bad Neustädter Stadtlauf: Dabei sein ist alles

    Der Start der Bambinis war nicht nur Auftakt für den Bad Neustädter Stadtlauf, sondern auch für den Irhönman. Foto: Eckhard Heise

    Normalerweise sieht eine Bank nicht gern einen Fehlbetrag in ihrer Bilanz, und erst recht nicht wettet sie mit Geld. Doch für den Stadtlauf von Bad Neustadt machte sie eine Ausnahme. 10 000 Euro setzte die Sparkasse darauf, dass es nicht gelingt, 2500 Teilnehmer bei den fünf Läufen zu mobilisieren. Das Ende vom Lied: Das Geld ist weg und die Kindergärten des Landkreises dürfen sich auf den Wetteinsatz freuen.

    Wer noch nicht laufen kann, wird eben geschoben, Hauptsache dabei gewesen. Foto: Eckhard Heise

    Ziemlich deutlich wurde die Mindestteilnehmerzahl überschritten: 2918 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche hatten sich für die fünf Starts eingetragen, die auch gleichzeitig für den dreiteiligen Irhönman-Wettbewerb gezählt wurden. Schon beim Bambinilauf deutete sich an, dass die Sparkasse wohl ihr Geld abschreiben kann. Denn Eltern und Kindergärten hatte alles auf die Beine gestellt, was Laufen konnte – einige ganz besonders junge Starter konnten nicht einmal das und wurden kurzerhand im Buggy geschoben oder auf den Schultern getragen.

    Gutes Wetter dank des Schirmherrn?

    So bot sich dem Betrachter ein kunterbuntes Bild auf dem Marktplatz und es ging zu wie in einem quirligen Ameisenhaufen: Mehrmals wurden Mütter ausgerufen, um ihre verloren gegangenen Sprösslinge abzuholen. Schilder mit den Namen von Kindergärten waren zu sehen, leuchtend rot stachen die vielen T-Shirts des Rhön Klinikum Campus aus der Menge heraus, ebenfalls in Rot waren viele Sparkassenmitarbeiter als Helfer oder als Teilnehmer unterwegs.

    Angesichts der unübersichtlichen Menge war ein Schild durchaus sinnvoll. Foto: Eckhard Heise
    Warum laufen, wenn man sich auch von Papa tragen lassen kann? Foto: Eckhard Heise

    War die Wetterlage am Vormittag noch unsicher gewesen, herrschten zum Start ideale Bedingungen - was dem Landtagsabgeordneten Gerald Pittner zu verdanken gewesen sein soll. Es sei schließlich Pflicht des Schirmherrn, für schönes Wetter zu sorgen, stellte er schmunzelnd bei der Begrüßung fest.

    Politische Prominenz gibt sich die Ehre

    Damit aber noch nicht genug der politischen Prominenz, Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär hatte ihre obligatorischen High Heels gegen Sportschuhe gewechselt und hatte einen ganzen Tross weiß-gedresster CSU'ler  im Gefolge. Da konnte auch stellvertretende Bürgermeisterin Rita Rösch nicht kneifen – doch die gehört ohnehin schon traditionell zum Starterfeld, wie auch Sparkassendirektor Georg Straub, der selbst zum Verlieren der Wette beitrug. Bürgermeister Bruno Altrichter musste krankheitsbedingt diesmal passen.

    Trotz des Gewusels fiel pünktlich um 17.30 Uhr der Startschuss für den ersten Lauf. Die Bambinis stürzten los. Die Teilnehmerzahl war so groß, dass, als die ersten bereits wieder auf der Ziellinie erschienen, die letzten noch gar nicht gestartet waren und nun das Durcheinander perfekt war. Doch das spielte kaum eine Rolle: Dabei sein ist alles, war die Devise, und für die Kindergärten hat sich das auf jeden Fall ausgezahlt.

                    

    Dabei sein ist alles - Hauptsache ins Ziel gekommen. Foto: Eckhard Heise

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