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    SCHÖNAU

    Bauantrag trotz Bedenken befürwortete

    Das Anwesen Rhönstraße 33 in Schönau hat in den vergangenen Jahrzehnten ein eher bescheidenes Dasein geführt. Nun hat de... Foto: Manfred Zirkelbach

    Der Antrag zum Abbruch einer Scheune und dem Neubau einer Garage an gleicher Stelle in der Schönauer Rhönstraße sorgte bei der Gemeinderatssitzung für einigen Diskussionsstoff. Das betreffende Anwesen liegt nämlich im Ensemblebereich „Rhönstraße, das Wohnhaus ist als Einzeldenkmal in die Denkmalliste eingetragen. Als Hinterlieger und damit als sogenannter Doppelhof teilt man sich zudem die Zufahrt mit dem direkt an der Rhönstraße anliegenden Hauseigentümer.

    Für stellvertretenden Bürgermeister Eberhard Märkert stellte sich damit die Sinnhaftigkeit des Vorhabens. Eine Bebauung erschwere doch die spätere gemeinsame Nutzung des Hofraumes und des gesamten Ensembles, weshalb die Gemeinde Einfluss für eine Entflechtung der Eigentumsverhältnisse nehmen sollte. Es stehe zu erwarten, dass mit dem Neubau der Garage auch die spätere Sanierung des Wohnhauses folgen werde. Die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis sei ja bereits erteilt worden.

    Für Bürgermeister Rudi Zehe gibt es für die Gemeinde keinerlei Möglichkeit der Einmischung, er könne da eventuell bei entsprechenden Gesprächen nur vermittelnd eingreifen. So sahen es schließlich alle Gemeinderäte, sodass dem Bauantrag einvernehmlich zugestimmt wurde mit der zusätzlichen Bemerkung, dass eine spätere gemeinsame Nutzung durch Neubau und Sanierung „in jetzigem Zustand“ zu Erschwernissen führen könne.

    Fünf Prozent für Neuanstrich

    Ein weiterer Hauseigentümer in der Rhönstraße hat einen Antrag auf Förderung der Gemeinde für den Neuanstrich seines Fachwerkhauses gestellt. Auch dieses Haus liegt im Ensemblebereich „Rhönstraße“. Da die Gemeinde gegenwärtig ein Innenentwicklungskonzept erstellt, um den Ortskern attraktiver zu gestalten, sahen die Räte den Antrag recht positiv. Weil es allerdings bisher noch keine klaren Leitlinien für ein kommunales Förderprogramm gibt, sei hierfür eine Einzelentscheidung notwendig, argumentierte der Bürgermeister. Somit wurde dem Antragsteller nunmehr eine Förderung von fünf Prozent, höchstens jedoch 250 Euro seiner Kosten in Aussicht gestellt. Allerdings muss er den Nachweis seiner Ausgaben der Gemeinde zur Prüfung vorlegen.

    Keine Einwände hatte der Gemeinde weiterhin mit dem Bauantrag eines Einfamilienhauses am Zwanzigacker in Burgwallbach, obwohl die Festsetzungen vom Bebauungsplan nicht eingehalten werden, was die Dachneigung, die Farbe der Dacheindeckung, die Traufhöhe und die Angleichung der Dachformen des Nebengebäudes an das Wohnhaus betreffen.

    Zuschuss für die Bücherei

    Sein Einvernehmen erteilte der Gemeinderat außerdem dem Antrag zum Umbau und zur Erweiterung eines Zweifamilienwohnhauses in der Gartenstraße, der Vordachverlängerung eines Pferdestalles auf der Burgwallbacher „Backenwiese“ und der Errichtung eines Gartengerätehauses in der Schönauer Bergstraße.

    Das Team der katholischen Bücherei im Schönauer Gemeindehaus hat für 2018 eine weitere Zuwendung zur Aktualisierung des Bestandes gestellt. Im Antrag wird geltend gemacht, dass viele Mitbürger, aber vor allem die Kinder des Kindergartens und der Grundschule „mit großer Begeisterung“ die Angebote der Bücherei in Anspruch nähmen. Wie in den Vorjahren hat der Gemeinderat einen Zuschuss von 500 Euro genehmigt.

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