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    Mittelstreu

    Baubeginn für den Plue im Herbst 2020 anvisiert

    Bei der Umgestaltung des "Plue" in Mittelstreu könnte die Mauer des Vorgärtchens am mittig gelegenen Fachwerkhaus Schaden nehmen. Davor befindet sich der alte Brunnen, der freigelegt wird. Foto: Brigitte Gbureck

    Rege war das Interesse an der Teilnehmerversammlung Dorferneuerung im Gemeindehaus Mitteltreu. Walter Haimann vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) berichtete über den Sachstand  zur Umgestaltung des „Plue“.

    Die Bevölkerung hatte bereits reichlich Gelegenheit, sich einzubringen und an den Sitzungen teilzunehmen, so Haimann. Die Planung liege derzeit noch in der VG zur Einsichtnahme aus. 24 Träger öffentlicher Belange waren angeschrieben worden. Das Überlandwerk teilte mit, dass nebenan eine Trafostation und viele Kabel seien. Beim Bau könnten Leerrohre verlegt werden, auch für eine Ladestation für E-Bikes. Ein Anlieger ist besonders betroffen, weil das Mäuerchen des kleinen Gartens, vor dem die Straße ausgekoffert wird, kaum stehen bleiben wird. Unter der Mauer befindet sich der alte Brunnen, der bei dieser Gelegenheit freigelegt wird. Es sei angedacht, im Pflaster die Lage des alten Brunnens kenntlich zu machen. Eine Inbetriebnahme des Brunnens mache aber keinen Sinn. Eine Hofeinfahrt müsse auch freibleiben, hieß es.

    Was ist geplant?

    Haimann gab weitere Erläuterungen zum Entwurf: Das Kriegerdenkmal steht in der Sichtachse der Hauptstraße. Der Platzbereich wird durch einen einzelnen Baum räumlich von der Hauptstraße abgegrenzt. Bei einem Ortstermin mit der Denkmalpflege wurde gefordert, dass das steinerne Podest im Eingangsbereich des Rathauses auf der linken Seite nicht beschnitten werden dürfe. Die geplanten Bäume vor dem Rathaus sollen laut Denkmalamt nicht gepflanzt werden, dem kann die Teilnehmergemeinschaft aber nicht folgen.

    Die Kosten für das Projekt belaufen sich in der Endsumme auf 555 000 Euro. Kostensteigerungen müssen einkalkuliert werden. Die Fördersumme wird für die Gemeinde als grober Richtstab etwa die Hälfte sein. Zu den Baukosten kommen auch noch Nebenkosten. Der genaue Fördersatz kann noch nicht benannt werden. Er errechnet sich nach dem Steueraufkommen der Gemeinde der letzten drei Jahre zuzüglich verschiedener Faktoren (ILEK usw.). Im Zuge der Gesamtmaßnahme kann sich jeder Grundstücksbesitzer anschließen, der eigene Baumaßnahmen durchführen möchte, so Haimann.

    Sitzstufen wie im Freilichttheater

    Der Vorsitzende zeigte eine Grafik mit dem Altbestand. Die Objekte, auf denen ein Wegerecht besteht, bleiben benutzbar, wurde erklärt. Auch die Einfahrt in die Scheune bleibt erhalten. Zwischen den Toren zum Feuerwehrhaus werden kleine Pflanzbeete angelegt. Die Gestaltung der Gaden würde keinen Nutzen bringen, der Eingang werde in Bezug auf Sicherheit geprüft. Blockstufen werden als Sitzstufen wie in einem Theaterrang angebracht. Der Zugang zum Kirchenbereich wird geradlinig erstellt. Von diesem Bereich ist auch Zugang zu den Sitzstufen. Weiterhin sind vier kleinkronige Bäume vorgesehen, dazwischen Bänke und neue Leuchten. Das Kriegerdenkmal bleibt an seinem Platz. Die zwei Gefallenentafeln werden an die Wand versetzt.

    Die Bushaltestelle wird ein Multifunktionsgebäude werden. Der als Stele geplante Brunnen ist 2,5 Meter hoch und versinnbildlicht die vier Mittelstreuer Quellen, die in die Streu fließen. Dazu wird noch die wasserrechtliche Genehmigung benötigt. Auf Nachfrage bestätigte Bürgermeister Matthias Liebst, dass es sich um einen Wasserrundlauf und keinen Frischwasserbrunnen handelt. 

    Baustart frühestens im Herbst 2020

    Vordringlich sei, dass die Gemeinde die Planung von Wasser und Kanal schnellstmöglich in Auftrag gibt. Walter Haimann geht davon aus, dass der Plan genehmigt wird, dann könnte frühestens im Herbst 2020 mit dem Bau begonnen werden. Die Ausführung wird von der Teilnehmergemeinschaft an den Verband für ländliche Entwicklung vergeben. Es ist möglich, dass der Verband die Ausführung nicht weiter vergibt, sondern sie selbst macht, wie etwa in Neustädtles.

    Am Ende der Versammlung nahmen sieben Vertreter den Plan zum Ausbau  des „Plue“ in Mittelstreu an.

    Der Plan, wie der "Plue" in Mittelstreu einmal aussehen soll. Foto: Brigitte Gbureck

    Bearbeitet von Brigitte Gbureck

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