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    Ipthausen

    Bauernhof Scheublein öffnete seine Tore

    Annegret Scheublein (links) stellt erklärt die unterschiedlichen Futtersorten für die Kühe vor und wie viel Wasser sie täglich brauchen. Foto: Regina Vossenkaul

    Zum 12. Mal luden die bayerischen Bauernhöfe Kinder zu einem Erlebnis- und Schnuppertag ein. Bayernweit beteiligten sich 395 Betriebe, die rund 24.000 junge Besucher durch ihre Höfe führten. Im Landkreis Rhön-Grabfeld gaben fünf Betriebe mehr als 200 Kindern einen Einblick in die Arbeit der Bauern.

    In Ipthausen hatte die Familie Scheublein ihre Hoftüren geöffnet, als Besucher konnten diesmal zwei fünfte Klassen des Gymnasiums empfangen werden. Ruth Scheublein, ehemalige Kreisbäuerin, und Annegret Scheublein führten je eine Gruppe und beantworteten die Fragen der Kinder. Diese erfuhren einiges über die verschiedenen Rinderrassen und über das Futter für die Kühe. Die Unterschiede zwischen Grundfutter, Mais, Grassilage, Heu und Stroh konnten die Schüler ebenso in Augenschein nehmen wie das Kraftfutter aus Getreideschrot und Sojaschrot.

    Viele Fragen

    Anhand der bereitgestellten Eimer wurde vorgeführt, wie groß eine Tagesration ist und wie viel Wasser eine Kuh am Tag benötigt – beachtliche 130 Liter. Gefragt wurde unter anderem, wie alt eine Färse ist, wenn sie ihr erstes Kalb bekommt und wie lange eine Kuh tragend ist. Ob nur die männlichen Rinder Hörner haben, wie viel Liter Milch eine Kuh durchschnittlich gibt, ob die Milch selbst verarbeitet und wie oft sie abgeholt wird, wollten die Besucher wissen. Ob die Tiere mal auf die Weide können und ob sie von den Bauern selbst geschlachtet werden, wurde ebenfalls gefragt.

    Am Melkstand wurde erläutert, wie die Milch vom Euter in den Milchtank kommt und das morgens und abends gemolken und gefüttert wird. Hierfür werden insgesamt vier Stunden benötigt. Die Milch landet bei der BMI (Bayerische Milchindustrie eG), wo sie verarbeitet wird. Nächste Station waren die Iglus der wenige Tage alten Kälbchen, dort ließen sich die Gymnasiasten beschnuppern und gaben den Tieren jede Menge Streicheleinheiten.  

    Leben auf dem Bauernhof

    Zum Hof gehören natürlich nicht nur die Tiere, sondern auch die Äcker und Wiesen, auf denen Mais, Getreide, Zuckerrüben, Klee und Gras gedeihen. Die Kinder erfuhren auch, welche Maschinen auf dem Betrieb für die Bearbeitung vorhanden sind und dass einige Maschinen auch mit anderen Landwirten gemeinsam genutzt werden. Bevor der Rückweg angetreten wurde, konnte jeder Schüler eine Brotzeitdose als Erinnerung von den Landfrauen des Bauernverbands und einen Fruchtquark in Empfang nehmen.

    Ziel der Erlebnis- und Schnuppertage ist es, Kindern die Lebensmittelerzeugung und Verarbeitung der Produkte anschaulich zu vermitteln. Sie erhalten einen Einblick das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof und sehen die Praxis in den Betrieben. Das ist besonders wichtig für Kinder, die normalerweise keinen Zugang zu landwirtschaftlichen Betrieben haben.

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