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    HEUSTREU

    Bauprojekte waren seine Leidenschaft

    Altbürgermeister Walter Weber (Mitte) ist neuer Ehrenbürger von Heustreu. Seine Frau Margit freut sich darüber ebenso wi... Foto: Stefan Kritzer

    Erhebliche Teile der jahrelangen Dorferneuerung, die 950-Jahrfeier der Gemeinde, die Restaurierung der Michaelskapelle: Für Walter Weber war keine Aufgabe in der Streutalgemeinde zu groß. Mit immensem Fleiß hat der Familienvater und Polizeibeamte in den zwölf Jahren als Bürgermeister von Heustreu große Leistungen vollbracht. Zu seinem 60. Geburtstag gab es deshalb von der Gemeinde ein ganz besonderes Geschenk: die Ehrenbürgerwürde.

    Eine große Anzahl Verwandter, Freunde und Weggefährten gratulierte Walter Weber in der Festhalle zu dessen 60. Geburtstag. Als sein Nachfolger im Amt des Bürgermeisters, Ansgar Zimmer, die Bürgermeisterkette anlegte und ans Rednerpult trat, da war jedem im Saal klar, dass nun ein großer Moment nicht nur im Leben Webers, sondern für die ganze Gemeinde bevorstand. Altbürgermeister Walter Weber erhielt die Urkunde, die ihn zum Ehrenbürger der Gemeinde Heustreu macht. Der Gemeinderat hatte die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Walter Weber in einer der letzten Sitzungen einstimmig beschlossen.

    Seltene Auszeichnung

    Die Verleihung dieser Würde nimmt die Gemeinde Heustreu nur äußerst selten vor, Weber ist erst der sechste Ehrenbürger der Streutalgemeinde. Vor ihm wurden lediglich der Industrielle Wilhelm Hüllmantel (1878 - 1961), Lehrerin Adelheid Reder (1894 - 1976), Pfarrer Clemens Oeftering (1914 - 2004), Altbürgermeister Konstantin Werner (1917 - 2009) sowie Altbürgermeister Hugo Gütling (geb. 1936) zu Ehrenbürgern ernannt.

    Zahlreiche Projekte

    Nicht weniger als 24 Jahre war Walter Weber Mitglied des Gemeinderates. Im Jahre 2002 wurde er bei der Kommunalwahl in einer Kampfabstimmung gegen Amtsinhaber Roland Hoch zum Bürgermeister der Gemeinde Heustreu gewählt. Was in den beiden Amtsperioden Webers als Ortsoberhaupt folgte, bezeichnete Ansgar Zimmer in seiner Laudatio als „Wahnsinnsliste“: „Bauen, diese Leidenschaft konntest du in diesem Amt besonders ausleben“, sagte Zimmer und ging die Liste Punkt für Punkt durch: Der Ausbau der Tor- und Bühlstraße, später auch der Mühlstraße, der Neubau der Ortsdurchfahrt und der Seitenstraßen im Rahmen der Dorferneuerung, der Umbau des Bahnübergangs am Ortsausgang, der neu entstandene Radweg vom Sportheim zum Eichelwald mit Brücke über die Fränkische Saale, die Generalsanierung des Kindergartens und der Neubau der Kinderkrippe, der Breitbandausbau wie auch den Neuaufbau der Bühlkapelle hob Ansgar Zimmer besonders hervor.

    Immer im Kostenrahmen

    Dazu gehörten auch einige unkonventionell angegangene „Walter-Weber-Baumaßnahmen“ wie die Radwegeunterführung unter der Staatsstraße 2445 nach Wollbach oder der Neubau der Ufermauer an der Streu. „Du hast deine Baumaßnahmen gelebt, immer viele zur Mitarbeit motiviert, bist immer selbst vorangegangen und – auch das ist sehr bemerkenswert – hast bei keiner Baumaßnahme die veranschlagten Kosten überschritten“, so Zimmer.

    Die Meisterstücke Webers in seiner Zeit als Bürgermeister waren neben der 950-Jahrfeier im Jahr 2007, bei der er das ganze Dorf zum Mitmachen animierte, sondern auch die aufwendige und teure Restaurierung der Michaelskapelle. „Du hast es verstanden, viele Heustreuer von deinen Ideen zu begeistern“, sagte Zimmer.

    Größte Erntekrone der Welt

    Zwei Jahre nach dem Dorfjubiläum gelang Walter Weber gemeinsam mit unzähligen Mitstreitern der Bau der größten Erntekrone der Welt. Was damals in Heustreu möglich wurde, entging auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht. Ihre Unterschrift ziert bis heute ein Foto der Erntekrone, das im Rathaus zu sehen ist. „Mit all diesen Aktionen hast du unheimlich viel für unsere Dorfgemeinschaft und unseren Dorfzusammenhalt getan“, betonte Zimmer.

    Als Geschenk zum 60. Geburtstag und zur Ehrenbürgerwürde erhält Walter Weber einen Lindenbaum. Wo dieser in Heustreu gepflanzt werden soll, darf sich der neue Ehrenbürger noch aussuchen. Nur der Name des Baumes steht schon fest: Walter-Weber-Linde.

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