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    Bad Königshofen

    Baustellen in und an der Therme: Arbeiten gehen zügig voran

    Bauarbeiten schreiten planmäßig voran: Der neue Rutschenturm an der Frankentherme ist, was seine Höhe betrifft, zu zwei Dritteln fertig. Im Vordergrund der Heilwassersee, der sich momentan im Winterschlaf befindet.
    Bauarbeiten schreiten planmäßig voran: Der neue Rutschenturm an der Frankentherme ist, was seine Höhe betrifft, zu zwei Dritteln fertig. Im Vordergrund der Heilwassersee, der sich momentan im Winterschlaf befindet. Foto: Alfred Kordwig

    Während im Rahmen der Erweiterung und Sanierung der Therapieabteilung schon seit längerem die Trockenbauarbeiten und der technische Ausbau durchgeführt werden, nimmt nun auch im Außenbereich der Bad Königshöfer Frankentherme ein weiteres Bauwerk  langsam aber sicher Gestalt an: Unmittelbar südlich an das Schwimmbadgebäude angrenzend entsteht ein neuer Rutschenturm samt Röhrenrutsche, nachdem die alte, vor 20 Jahren errichtete Anlage marode geworden und im vergangenen Jahr abgerissen worden war.

    Alles im Zeit- und Kostenrahmen

    Beide Baumaßnahmen, die mit insgesamt rund 4,65 Millionen Euro veranschlagt sind, sollen wie geplant bis zum Frühsommer abgeschlossen und die „neue Therapie“ und die Wasserrutsche dann mit einer großen Einweihungsfeier übergeben werden. Bei einem Rundgang über die beiden Baustellen am Dienstagnachmittag zeigte sich Kurdirektor Werner Angermüller überzeugt davon, dass die zu Baubeginn besetzte Terminierung auch tatsächlich eingehalten werden kann: „Bisher läuft alles wie geplant“, so Angermüller, der auch davon ausgeht, dass alles im  gesetzten Kostenrahmen bleiben wird.

    Blick in die Räume der neuen Therapieabteilung, wo Handwerker derzeit mit dem Innenausbau beschäftigt sind.
    Blick in die Räume der neuen Therapieabteilung, wo Handwerker derzeit mit dem Innenausbau beschäftigt sind. Foto: Alfred Kordwig

    410 Quadratmeter große Erweiterung

    In konkreten Zahlen ausgedrückt:  Der 410 Quadratmeter große Erweiterungsbau der Therapieabteilung und die Sanierung des 730 Quadratmeter großen Bestandes kosten rund 3,4 Millionen Euro. Etwas mehr als 2,7 Millionen Euro können durch eine Förderung des Freistaats Bayern abgedeckt werden.

    Die Kosten für die neue Rutsche mit ihrer 60 Meter langen, in Achterbahn-Manier geführten Kunststoffröhre sind mit rund 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird das Projekt unter anderem über eine Schadensersatzzahlung über etwas mehr als 700 000 Euro, nachdem sich die Baumängel im alten Rutschenturm als Konstruktionsfehler entpuppt hatten.

    2019 fast durchweg positive Entwicklung

    Zufrieden ist Kurdirektor Werner Angermüller nicht nur mit dem Fortschreiten der baulichen Maßnahmen in und an der Frankentherme. Auch die Jahresbilanz der Kurbetriebs GmbH kann sich wieder sehen lassen. Das geht aus dem Jahresbericht der Kurverwaltung hervor, der dem Stadtrat an diesem Donnerstagabend in seiner Jahresschlusssitzung im Detail vorgestellt wird.

    Demnach ist 2019 die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,85 Prozent gestiegen. Prozentual am deutlichsten war die Zunahme bei den Gasthöfen und Pensionen, was vor allem am 2018 eröffneten Freizeitzentrum Sambachshof liegt. Auch der Zuwachs bei den Familien- und Bildungshäusern mit dem Haus St. Michael trug zu der erfreulichen Entwicklung bei den Übernachtungszahlen bei.

    Zugpferd Wohnmobilstellplatz

    Über 3000 Übernachtungen mehr als 2018 wurden im vergangenen Jahr auf dem Reisemobilstellplatz verzeichnet und damit so viele wie noch nie seit Eröffnung. Auch die Besucherzahlen im Finnisch-Fränkischen Saunadorf erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,21 Prozent, während Hallenbad und Therme einen leichten Besucherrückgang von 3,13 Prozent zu verzeichnen hatten. Der Grund dafür liegt nach Einschätzung von Kurdirektor Werner Angermüller auf der Hand: die umfangreichen Bauarbeiten in und an der Frankentherme. Vor allem der Abriss der Wasserrutsche dürfte etliche Familien mit Kindern von einem Thermen-Besuch abgehalten haben. 

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