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    Bastheim

    Beim Dorfladen geht es voran

    In den Briefkasten am Rathaus oder in die im Rathaus-Erdgeschoss aufgestellte Box können die ausgefüllten "Absichtserklärungen"eingeworfen werden. Volker Hahn, Renate Molzberger und Bürgermeisterin Anja Seufert (von links) rührten dafür schon einmal die Werbetrommel. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Jetzt müssen die Einwohner im Besengau und Umgebung zeigen, dass sie dem geplanten Dorfladen in Bastheim finanziell unter die Arme greifen wollen. Ab sofort können bis zum 31. Juli so genannte "Absichtserklärungen" ausgefüllt und abgegeben werden. Darin erklärt man sich bereit, eine Mindesteinlage von 200 Euro oder mehr zu leisten und sich damit als stiller Gesellschafter an der neu zu gründenden "Dorfladen Unternehmergesellschaft (UG)" zu beteiligen.  Mit Hilfe dieser Angaben können die Mitglieder der Projektgruppe feststellen, ob die benötigten 80.000 Euro Startkapital für den neuen Dorfladen auch zusammen kommen.

    Betriebswirt Volker Hahn aus Seßlach, der mit seinem Institut die Projektgruppe seit Anfang an fachmännisch begleitet, ist jedenfalls überzeugt, dass es klappt. Im Rahmen der dritten Infoveranstaltung zu diesem Projekt zeigte sich auch Bürgermeisterin Anja Seufert optimistisch. Volker Hahn verwies darauf, dass in den vergangenen Wochen seit der letzten Veranstaltung im April sehr viel passiert sei und die neu gebildeten Arbeitsgruppen engagiert gearbeitet hätten. So verwies Heiko Dickas, der Teamsprecher der Arbeitsgruppe "Marketing u.a.", auf die neu kreierte Homepage des Dorfladens www.prodobes.de, auf das noch zu schaffende Logo sowie die Bestrebung, ein corporate design zu realisieren und das EDV-Equipment für den Dorfladen anzuschaffen. Aus dem Arbeitskreis "Lieferanten" berichtete Renate Molzberger über rege Diskussionen bei der Auswahl des Warensortiments und möglicher Lieferanten. Das Sortiment wird umfassend sein. Bevorzugt würden Produkte aus der Region angeboten.

    Bürger können Anteile zeichnen

    Stellvertretend für Teamsprecher Sebastian Räder stellte Bürgermeisterin Anja Seufert die Gedankengänge der Arbeitsgruppe "Umbau" zur künftigen Ladengestaltung mit verändertem, allerdings auch barrierefreiem Zugang in der Mitte des Gebäudes und der künftigen Nutzung des bisherigen Eingangsbereiches als Cafe und Treffpunkt vor. Einen erheblichen Kostenfaktor stellt das Ladenpersonal dar, wobei man auf rund fünf bis sechs fest angestellte Teilzeitkräfte zurückgreifen will, wie Teamsprecher Klaus-Dieter Hahn erläuterte.

    Dieser hohe Personalbedarf ist auch Folge der vorgesehenen Öffnungszeiten im Zeitraum von Montag bis Freitag von 6.30 bis 18 Uhr und samstags von 6.30 bis 12.30 Uhr. Die Bürger können nun Anteile von 200 Euro aufwärts zeichnen und so zu stillen Gesellschaftern des Dorfladens werden. Nach den Berechnungen von Volker Hahn "trägt sich der Dorfladen, wenn nur zwei Drittel der Bevölkerung ein Drittel seiner Lebensmitteleinkäufe des täglichen Bedarfs regelmäßig im Dorfladen einkauft und dabei zwölf Euro pro Woche dort lässt." Mit einem monatlichen Umsatz von knapp 41.000 Euro kann sich der Dorfladen finanziell tragen.

    Das Startkapital von 80.000 Euro wird für den Kauf des Warenerstbestands, für Renovierungsarbeiten und die Notar- und Gründungskosten benötigt. Zusätzlich wird man voraussichtlich staatliche Fördermittel für den Umbau des Dorfladens in Anspruch nehmen können.  Am Donnerstag, 25. Juli, soll die Gründungsversammlung der Dorfladen UG in der Besengau-Scheuer erfolgen.

    Bezeichnung steht fest

    "Dorfladen Besengau" ist der Wunschname der Bevölkerung für den geplanten Nahversorgungsladen in Bastheim. Im Rahmen der letzten Infoveranstaltung stimmten die Besucher über die künftige Bezeichnung ab.

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