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    Bad Königshofen

    Beim Hieb im Plan, bei der Waldpflege unter den Vorgaben

    Im stätischen Wald ist nach zehn Jahren eine Zwischenrevision fällig. Die Hälfte der Kosten muss die Stadt Bad Königshofen tragen.
    Der Wald als Holzlieferant: Ein Harvester arbeitet sich durch einen stätischen Waldbestand. In seiner Sitzung am Donnerstagabend stimmte der Stadtrat einer nach zehn Jahren fälligen Zwischenrevision für den Stadtwald zu. Geschätzte Kosten: 44 000 Euro, wovon die Stadt die Hälfte tragen muss.
    Der Wald als Holzlieferant: Ein Harvester arbeitet sich durch einen stätischen Waldbestand. In seiner Sitzung am Donnerstagabend stimmte der Stadtrat einer nach zehn Jahren fälligen Zwischenrevision für den Stadtwald zu. Geschätzte Kosten: 44 000 Euro, wovon die Stadt die Hälfte tragen muss. Foto: Regina Vossenkaul

    Der rund 1250 Hektar große städtische Forst war eines der Themen in der Stadtratssitzung vom Donnerstagabend. Konkret ging es um folgenden Beschluss: Die Durchführung der alle zehn Jahre erforderliche Zwischenrevision, die im Zusammenhang mit der langfristigen, auf 20 Jahre ausgelegten Forstbetriebsplanung demnächst ansteht. Aus diesem Grund nahmen der für den Stadtwald zuständige Revierförster Herbert Geßner und Forstdirektor Wilhelm Schmalen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  an der Sitzung teil, in der einstimmig folgender Beschluss gefasst wurde: Der Stadtrat erteilt das Einvernehmen zur Durchführung der Zwischenrevision durch einen externen Forst-Sachverständigen, wobei die Stadt 50 Prozent der Gesamtkosten von geschätzt 44 000 Euro übernimmt.

    Betriebskarte wird erneuert

    Vor dem Beschluss hatte Forstdirektor Schmalen darüber informiert, wie groß der Umfang der Zwischenrevision sein wird, in deren Rahmen auch die Forstbetriebskarte erneuert und die Standortkarte digitalisiert werden soll. Nach den Worten von Schmalen wurden einige Ziele, die man sich vor zehn Jahren in Sachen Waldbewirtschaftung gesteckt habe, erreicht. So habe  man beim jährlichen Hiebsatz die festgelegten 5300 Festmeter zu 99 Prozent erfüllt. Aufgrund vieler Schäden von außen wie etwa Dürre oder Borkenkäferbefall sei man bei der Waldpflege aber unter den Vorgaben geblieben. Was den Umfang der nun anstehende Zwischenrevision betrifft, gebe es ein Leistungsverzeichnis, indem unter anderem eine Analyse über den abgelaufenen Zeitraum oder auch die Neufestsetzung des Hiebsatzes aufgeführt sind.

    Geschäfte beim Kunsthandwerkermarkt geöffnet: Der Stadtrat genehmigte insgesamt drei von der Werbegemeinschaft beantragte verkaufsoffenen Sonntage.
    Geschäfte beim Kunsthandwerkermarkt geöffnet: Der Stadtrat genehmigte insgesamt drei von der Werbegemeinschaft beantragte verkaufsoffenen Sonntage. Foto: Regina Vossenkaul

    Drei Sonntage verkaufsoffen

    Zu Beginn eines jeden Jahres muss der Stadtrat unter dem Tagesordnungspunkt „Verordnung über den Ladenschluss“ darüber entscheiden, an welchen Sonn- und Feiertagen die Geschäfte geöffnet haben dürfen. Zulässig sind maximal vier. Bei der Festlegung für das Jahr 2020 orientierte sich der Stadtrat wieder an den Wünschen der Werbegemeinschaft, die folgende verkaufsoffene Sonntage beantragt hatte: 3. Mai 2020 (Autofrühling), 13. September 2020 (Kunsthandwerkermarkt) und 11. Oktober 2020 (Herbst- oder Wendelinusmarkt).

    Funklöcher werden geschlossen

    Nach der Behandlung der Anliegen und Empfehlungen aus den Ende vergangenen Jahres in Althausen, Eyershausen, Merkershausen und Gabolshausen abgehaltenen Bürgerversammlungen gab Bürgermeister Thomas Helbling noch ein paar Informationen weiter. So wies er auf die „1. Bad Königshöfer Freizeitmeile“ am Sonntag, 1. März, von 13 bis 17 Uhr in der Frankentherme ein, bei der sich 26 Vereine und Organisationen aus der Stadt und den Stadtteilen präsentieren und über ihre Aktivitäten informieren werden. Erfreut zeigte sich Helbling über die erfolgreiche Bewerbung der Stadt bei der Telekom-Aktion „Wir jagen Funklöcher“ und zitierte in diesem Zusammenhang aus einer Mitteilung  der Deutschen Telekom AG: Mit einem geplanten Mast im Stadtteil Gabolshausen könnten in absehbarer Zeit voraussichtlich sogar vier Funklöcher in den Ortsteilen Althausen, Aub, Gabolshausen und Untereßfeld geschlossen werden.

    Bäume im Schulviertel sind gefällt

    Eine weitere Information des Bürgermeisters gab es in Sachen Grundschulneubau. Nach der Ablehnung eines Eilantrag durch das Verwaltungsgericht auf Untersagung des Fällens von Bäumen am geplanten Grundschul-Standort und dem Vorliegen der Baugenehmigung seien die Bäume entfernt worden.

    Stadträtin Christine Wehe kritisierte die Vorgehensweise. Es hätte durchaus die Möglichkeit gegeben, mit der Fällaktion noch zu warten und erst die Entscheidung des Petitionsausschusses abzuwarten. Helbling verwies  auf eine in dieser Zeitung veröffentlichte Stellungnahme der Stadt. Demnach habe eine eingereichte Petition juristisch gesehen keine aufschiebende Wirkung. Zudem hätte sich das Zeitfenster, in dem die Fällung der Bäume noch möglich gewesen wäre, Anfang März geschlossen.

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    Bearbeitet von Alfred Kordwig

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